0

Bielefeld Wissenschaftlerin: Wie Eltern ihre Kinder unbewusst in feste Rollen drängen

Warum vor allem Jungs in technische Berufe gehen, was Erziehung damit zu tun hat und wie Mädchen doch für Mathe und Naturwissenschaft zu begeistern sind

Ansgar Mönter
13.06.2017 , 06:00 Uhr
Professorin Barbara Schwarze (65) leitet das „Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit", ein „An-Institut" mit etwa 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Fachhochschule Bielefeld. Schwarze lehrt auch an der FH Osnabrück. Sie hat Soziologie, Pädagogik und Psychologie in Bielefeld studiert. - © Andreas Zobe
Professorin Barbara Schwarze (65) leitet das „Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit", ein „An-Institut" mit etwa 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Fachhochschule Bielefeld. Schwarze lehrt auch an der FH Osnabrück. Sie hat Soziologie, Pädagogik und Psychologie in Bielefeld studiert. | © Andreas Zobe

Frau Schwarze, seit Jahren wird versucht, Frauen für Berufe mit einem hohen Männeranteil und Männer für eher Frauen zugeordnete Berufe zu gewinnen. Aber die Interessen von Jungen und Mädchen sind vielleicht zu unterschiedlich. Das zeigt sich in der Regel schon im Kindesalter. Stimmen Sie zu?
Barbara Schwarze:
Wir wissen durch zahlreiche Studien, dass auch Mädchen daran interessiert sind zu forschen und sich mit technischen Fragen auseinanderzusetzen. Wir erkennen durch die Studien außerdem, dass das Umfeld – Eltern, Familie, Kindergarten und Schule – Mädchen und Jungen früh prägt in Richtung „Mädchen machen Mädchendinge, Jungen machen Jungendinge".