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Rund 80 Gegendemonstranten vom "Bündnis gegen Rechts" stellten sich der Partei "Die Rechte" lautstark entgegen. - © Andreas Zobe
Rund 80 Gegendemonstranten vom "Bündnis gegen Rechts" stellten sich der Partei "Die Rechte" lautstark entgegen. | © Andreas Zobe

Bielefeld Erdogan-Gegner und "Die Rechte": Demos in Bielefeld verlaufen friedlich

Anneke Quasdorf
22.04.2017 | Stand 23.04.2017, 14:35 Uhr |
Christine Panhorst

Bielefeld. Friedlich haben am Samstag an Standorten in Schildesche und Sennestadt Mitglieder der rechtsextremen Partei "Die Rechte" und Gegendemonstranten vom "Bündnis gegen Rechts" ihre Kundgebungen abgehalten. Dabei standen gegen 14 Uhr in Sennestadt 15 Rechte rund 70 Gegendemonstranten gegenüber, zu denen sich spontan noch Passanten von der Straße gesellten. Mit Gehupe, Rasseln und Trillerpfeifenkonzert bekundeten die Gegendemonstranten lautstark ihre Ablehnung. Nach rund 20 Minuten war dann auch schon alles vorbei und "Die Rechte" zogen mit Polizeieskorte weiter zu ihrem nächsten Standort in Gütersloh. Bereits am Vormittag hatten die Neonazis in Schildesche in Nähe der Endhaltestelle der Stadtbahnlinie 1 rund 50 Minuten lang Station gemacht. Hier fanden sich spontan rund 20 Gegendemonstranten und Passanten zusammen. Anti-Erdogan-Demo in der Innenstadt Doch damit war die Arbeit der Polizei am Samstag noch nicht beendet: Um 15 Uhr versammelten sich vor dem Hauptbahnhof rund 100 Demonstranten unter dem Motto "Solidarität für Hungerstreik in der Türkei". Die gut zweistündige Demonstration der Erdogan-Gegner ("#Nein - es ist noch nicht vorbei! Es fängt gerade erst an!") verlief vom Hauptbahnhof über Bahnhofstraße, Jahnplatz und Niedernstraße zum Alten Markt, anschließend ging es zum Rathaus und über die Herforder Straße zurück zum Hauptbahnhof. Im Innenstadtbereich kam es durch zeitweise Straßensperrungen zu leichten Behinderungen. Die Teilnehmer hielten Schilder und Banner und schwenkten kurdischen Flaggen. Sie demonstrierten gegen "den Wahlbetrug in der Türkei", riefen „Nein heißt Nein" und „Schulter an Schulter gegen Rassismus". Auch bei dieser Demonstration blieb laut Polizei alles friedlich.

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