Die Mordkommission "Ziegel" beschlagnahmte das Gemeindehaus nach dem Anschlag , um alle relevanten Spuren zu sichern. Ohne Erfolg. - © Jens Reichenbach
Die Mordkommission "Ziegel" beschlagnahmte das Gemeindehaus nach dem Anschlag , um alle relevanten Spuren zu sichern. Ohne Erfolg. | © Jens Reichenbach

Bielefeld Ermittlung nach Brandanschlag auf bosniakischen Moscheeverein ergebnislos eingestellt

Mordkommission kann Tatortspuren keinem Täter zuordnen

Bielefeld. Die Ermittlungen der Mordkommission "Ziegel" nach dem Brandanschlag auf den Moscheeverein der Islamischen Gemeinschaft der Bosniaken in Bielefeld an der Ziegelstraße wurde jetzt ohne Ergebnis eingestellt. Das bestätigte die ermittelnde Staatsanwältin Stefanie Lange. Wie berichtet, hatte ein Unbekannter in der Nacht zu Mittwoch, 1. Februar, ein Fenster des Kultur- und Moscheevereins eingeschlagen, Brandbeschleuniger hineingeschüttet und angezündet. Weil zu dem Zeitpunkt im Untergeschoss des Gebäudes der Imam der Gemeinde schlief, ermittelte anschließend eine 14-köpfige Mordkommission. Trotz der aufwendigen Ermittlungen "haben die gesicherten Tatortspuren nicht zur Identifikation eines Täters geführt", erklärte Lange. Deshalb habe sie die Ermittlungen nun eingestellt. Damit sei aber dennoch nicht ausgeschlossen, dass die Ermittlungsarbeit noch zu einem späteren Zeitpunkt zum Erfolg führe, so Lange. Große Enttäuschung für den Moscheeverein Für den Moscheeverein und seine Mitglieder, die durch den Anschlag an der Ziegelstraße große Angst erlebt hatten, ist das Ende der Ermittlungen eine große Enttäuschung. Der Vereinsvorstand hatte große Hoffnungen in die Aufklärung des Falles gelegt, insbesondere weil zwischendurch ein Kriminalfall im Zusammenhang mit dem Brandanschlag genannt wurde, der seiner Ansicht nach weder mit der Gemeinde noch mit dem jüngsten Feuer in Verbindung gestanden habe. Wie berichtet, war im März 2015 ein bewaffneter Mann in die Gemeinde gestürmt, um einen Mann zu suchen. Eine Verbindung zu dem inzwischen angeklagten Täter mit der Pistole und der Brandstiftung ließ sich ebenfalls nicht nachweisen.

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