Bielefeld Neu auf der Frühjahrs-Kirmes: Mit 130 Sachen Richtung Erde

Auf der Radrennbahn können es die Bielefelder von diesem Freitag bis übernächsten Sonntag so richtig krachen lassen. Neue Fahrgeschäfte locken. Schausteller erwarten bis zu 100.000 Besucher. Höhenfeuerwerk zum Auftakt. Traumhaftes Wetter angesagt

Bielefeld. Es ist ein Fahrgeschäft, bei dem viele aus dem Bauch heraus sagen: „Puuuh, ich glaub’, da müsste ich mich übergeben." 46 Meter hoch, ein Schwenkarm, der mit bis zu 130 Stundenkilometern herunterrast – und dabei drehen sich die Sitzbereiche um sich selbst. Beschleunigung: in knapp drei Sekunden auf 100 – identisch mit der eines Formel-1-Rennwagens. Name: Artistico. Zu sehen und zu erleben ist das Fahrgeschäft ab diesem Freitag auf der Führjahrs-Kirmes auf der Rad-rennbahn. Besonders ist auch der Blick nach außen. Ach ja, und das mit dem Übergeben ist so eine Sache: „Das kommt selten vor, an zehn Tagen vielleicht einmal", so Schaustellersprecher Michael Welslau. Mehr als 2 Millionen Euro teuer Der mehr als zwei Millionen Euro teure Artistico ist die vielleicht größte Attraktion der neuesten Kirmes-Auflage. Die einzige ist er nicht. Hinzu kommt das vielleicht größte Riesenrad, das Bielefeld je gesehn hat. 55 Meter hoch ist es weithin sichtbar – und wird weite Blicke über die Stadt erlauben, täglich bis 22 Uhr, freitags und samstags bis 23 Uhr. Für Adrenalinschübe bei den Besuchern – die Veranstalter rechnen an den zehn Tagen mit bis zu 100.000 Gästen – dürfte auch „1.001 Nacht" sorgen. Der „fliegende Teppich" geht auch ordentlich in die Höhe, jedoch bleiben die Gäste gerade sitzend und gibt es keinen Überschlag oder ähn-liches. Schausteller-Vorstand Klaus Rasch: „Er ist einer der letzten seiner Sorte, und einer der größten, die es noch gibt." Für ihn durchaus ein Fahrgeschäft für die ganze Familie. Die verrückte Baustelle Wer es dennoch gerne etwas niedriger und etwas ruhiger und vielleicht auch etwas humoriger hat, der könnte mal bei „Krumm & Schief" reinschauen. Das von Rasch als „verrückte Baustelle" beschriebene Fahrgeschäft ist von weitem schon als Ort des Humors einzuordnen, hier geht es eindeutig kurios zu. Kinder dürften an Zerrspiegeln genauso ihre Freude haben wie Erwachsene am oft subtilen Humor. Das ganze Fahrgeschäft lebt von der liebevollen und sehr kleinteiligen Gestaltung; ein Ort für Entdecker. Apropos Entdecker: Rasch geht davon aus, dass der Artistico auch viele Menschen anlockt, die einfach zur zusehen wollen, wie andere ihre Grenzen entdecken. „Und es gibt auch Adrenalin-Junkies, die diesen Fahrgeschäften hinterherreisen", sagt Rasch.

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