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Zwischen Prießallee und Königsbrügge entstehen 81 Wohnungen und zwei betreute Wohngruppen. Für die Stadthäuser im Innern des Areals fehlt noch der Bebauungsplan. - © Oliver Krato
Zwischen Prießallee und Königsbrügge entstehen 81 Wohnungen und zwei betreute Wohngruppen. Für die Stadthäuser im Innern des Areals fehlt noch der Bebauungsplan. | © Oliver Krato

Bielefeld Großbaustelle an der Prießallee: Rohbau ist fertig

Detmolder Straße: Zwischen Prießallee und Königsbrügge entstehen 81 Wohnungen und zwei betreute Wohngruppen

11.03.2017 | Stand 10.03.2017, 17:45 Uhr

Mitte. Schon vor 20 Jahren präsentierten mögliche Investoren erste Pläne für eine Neubebauung des Geländes der früheren Lohmannswerke. Vieles scheiterte. Seit fünf Jahren arbeiten die „pb bauen und planen" (Bünde) als Bauherrin und die Architekten Pappert & Weichynik an einem Konzept „Lohmann-Carree" für die Brache zwischen Detmolder Straße, Prießallee und Königsbrügge. Sie hoffen, es bis 2018 umsetzen zu können. Mehr als 30 Millionen Euro werden verbaut. Hürden sind Hoch Dabei sind die Hürden hoch, um eine verträgliche und der Stadt genehme Bebauung zu realisieren. Bereits bezogen sind die Kindertagesstätte und das Zentrum mit barrierefreien Wohnungen an der Königsbrügge. Der zweite Abschnitt ist der bis zu sechs Etagen hohe Riegel entlang der Detmolder Straße. Er sollte anfangs Wohnungen und Gewerbeeinheiten aufnehmen. Doch der Investor hat das Konzept überarbeitet und sieht jetzt 81 Wohnungen mit zwei bis fünf Zimmern und Größen von 55 bis 105 Quadratmetern sowie zwei Wohngruppen mit je acht Plätzen, die vom Tageshaus betreut werden, vor. Eine Gewerbenutzung sei schwer zu vermarkten gewesen, erklärten pb-Geschäftsführer Dirk Thiel und Architekt Michael Pappert. Der Riegel ist in fünf Abschnitte unterteilt. Die im Rohbau fertigen Häuser 147 und 149 sollen im Oktober bezogen werden, die mittleren 143 und 145 zum Jahresende. Der Eckbau an der Prießallee (141), der gerade errichtet wird, könnte Mitte 2018 fertig sein, so Pappert. Zufahrten sind von der Prießallee (Ausfahrt nur als Rechtsabbieger) und Königsbrügge vorgesehen. Dachbegrünte Parkdecks und Stellplätze entlang der Erschließungsstraße sorgen für den nötigen Parkraum. Schallschutz für die Nachbarn Die Fassaden werden aus beigefarbenen Klinker. Die Gebäude sind im Innern so gestaltet, dass die Wohn- und Schlafräume in das große Innenareal des Geländes zeigen. Zur Detmolder Straße hin werden Treppenhäuser, Toiletten und Nebenräume angeordnet. Der Riegel schirmt auch das Gebiet Königsbrügge gegen Lärm ab. „Das ist etwa an der Straße Am Tempel schon spürbar", sagt Pappert. Der Schallschutz soll auch den Bewohnern der 26 Stadthäuser zugute kommen, die im Innern des Areals gebaut werden sollen. Hier fehlt aber noch der Bebauungsplan, auf dem die Politiker bestanden und um den lange gerungen wird. Der Investor strebte anfangs mindestens 30 Häuser an, doch das war der Stadt zu viel. Jetzt hat man sich auf 26 geeinigt. Und die Zufahrt erfolgt nicht über Stichstraßen, sondern eine Ringstraße. Pappert: „Damit entsteht in der Mitte eine grüne Insel mit den Gärten der Häuser". Thiel hofft, dass die Ratsgremien im Mai endlich grünes Licht geben. Dann könne das Ziel, die Baustellen 2018 abschließen zu können, noch erreicht werden. Absehbar ist jetzt auch die Fertigstellung des früheren Lohmann-Verwaltungsgebäudes an der Ecke Königsbrügge/Am Tempel/, das Projektentwickler Klaus Spirovski (AKS Immobilien) in mehr als zwei Dutzend Loftwohnungen und Dienstleistungsbüros umbauen lässt. Viele der Wohnungen und Büros seien schon bezogen, in Kürze würden Balkone angebracht und das Außengelände gestaltet. Wenige Einheiten seien noch in der Vermarktung. Im Sommer hofft Spirovski auf den Abschluss des Projekts.

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