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Am Schreibtisch: Ulrich Kraft gehört zur ersten Riege der hiesigen Strafverteidiger. - © Andreas Zobe
Am Schreibtisch: Ulrich Kraft gehört zur ersten Riege der hiesigen Strafverteidiger. | © Andreas Zobe
Bielefeld

Auch der erfahrenste Strafverteidiger schläft manchmal schlecht

Die Strafverteidiger (3): Ulrich Kraft (69) fasziniert die Rolle zwischen schutzlosem Angeklagten und staatlichem Gewaltmonopol vor Gericht

Dennis Rother
18.02.2017 | Stand 17.02.2017, 21:17 Uhr

Bielefeld. Strafverteidigung mit Akzent: Ulrich Krafts Mannheimer Dialekt ist im Gericht ein Alleinstellungsmerkmal. Der 69-Jährige redet sanft und gilt auch sonst nicht als Lautsprecher. Manchmal verteidigt er zwar aufbrausend, meist aber ruhig, und präzise immer. Kraft gehört zur ersten Riege der hiesigen Strafrechtler, er vertritt regelmäßig Schwerkriminelle, darunter Gewalttäter, Betrüger, Bilanzfälscher. Auch Kapitalverbrecher haben "Anspruch auf optimale Verteidigung", sagt Kraft. "Das Gewaltmonopol des Staates benötigt ein Korrektiv." Und das Korrektiv ist der Anwalt. Der "Kräfteausgleich" durch Strafrechtler, der hat Kraft früh fasziniert. Und fasziniert ihn immer noch.