Laden ein zur Sonderausstellung: Biologe Stephan Liersch und Isolde Wrazidlo vom Naturkundemuseum. - © Sophia Schmidts
Laden ein zur Sonderausstellung: Biologe Stephan Liersch und Isolde Wrazidlo vom Naturkundemuseum. | © Sophia Schmidts

Bielefeld Namu stellt Insekten-Ausstellung vor

Sonderausstellung: Im Museum geht es über drei Monate um die Wichtigkeit von Fliegen, Bienen und Co.

Mitte. Mit einem Vortrag und einer Fragerunde eröffnet das Naturkundemuseum seine dreimonatige Sonderausstellung „Insect Respect". Thema ist die Wichtigkeit von Insekten und deren umweltfreundliche Bekämpfung. Seit über 60 Jahren ist die Firma Reckhaus auf die Herstellung von Insektenbekämpfungsmitteln im Innenraum spezialisiert. Das Projekt „Fliegen retten" in Deppendorf im Jahr 2012 wandelte die Einstellung des Unternehmens wesentlich. Nach dem Motto „Jede Fliege zählt" verbrachten die gefangenen Insekten einen Tag unter optimalen Lebensbedingungen in einem speziell ausgestatteten Anhänger. Seitdem produziert das Unternehmen ohne Insektizide und verändert so mit dem Gütesiegel „Insect Respect" den Markt. Biologe Stephan Liersch forscht für das Unternehmen und zeigt in der gleichnamigen Ausstellung, wie wichtig Insekten für die Umwelt sind. „Man vergisst schnell, dass allein ein Drittel unserer Nutzpflanzen von Insekten bestäubt wird", sagt Liersch. Die Ausstellung soll dafür ein Bewusstsein schaffen und auf alternative Insektenbekämpfung hinweisen. In der Biologie werde in Lebend-Biomasse gerechnet. Jedes Töten von Insekten müsse durch insektenfreundliche Fläche ausgeglichen werden – im Falle des Unternehmens Reckhaus mit dem Anbau biologischer Flachdächer. Die Ausstellung ist multimedial und soll auf spielerische Weise auch Kinder begeistern. Wie ein QR-Code lässt sich die Ausstellungsfläche scannen und startet informative Videos und Audiodateien auf Tablets und Kopfhörern. Ebenso informativ sind auch die Produkte selbst. Booklets und Verpackung informieren über Insektenarten, ihren Lebensraum und die Problematik der bisherigen Vernichtung der Tiere. Am 30. März veranstaltet das Naturkundemuseum zusätzlich einen „Tag der Insekten". Experten kommen zu Vorträgen und Podiumsgesprächen.

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