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Bei einem Messerangriff an der Stresemannstraße wurden zwei junge Männer schwer verletzt. Die Gründe für die Tat sind noch unklar. - © Symbolfoto: dpa
Bei einem Messerangriff an der Stresemannstraße wurden zwei junge Männer schwer verletzt. Die Gründe für die Tat sind noch unklar. | © Symbolfoto: dpa

Bielefeld Blutige Messerstecherei in der Bielefelder Innenstadt

Zwei Schwerverletzte kommen ins Krankenhaus. Die beiden Täter stellen sich nach der Tat selbst bei der Polizei

Jens Reichenbach
30.01.2017 | Stand 30.01.2017, 14:51 Uhr

Bielefeld. Die Polizei wurde am Samstagabend zu einer Messerstecherei an der Stresemannstraße Ecke Herforder Straße gerufen. Dort hatten zwei junge Männer aus Herzebrock-Clarholz eine Gruppe Kinogänger aus Oelde angegriffen. Einer der Angreifer stach dabei mit einem Messer auf zwei der Männer (24, 25) ein und verletzte sie schwer. Sein Komplize schlug gleichzeitig wahllos auf die übrigen Personen ein, wie Polizeisprecherin Hella Christoph bestätigte. Das Täterduo war laut Christoph zufällig auf die sechsköpfige Gruppe getroffen. Die etwa 25-jährigen Männer aus Oelde wollten gegen 19.40 Uhr in Bielefeld ins Kino gehen, als plötzlich ein dunkles Auto am Fahrbahnrand der Herforder Straße hielt. Aus dem Wagen sprangen zwei Männer (21, 22) aus Herzebrock-Clarholz, die die Gruppe flüchtig kannte. Das Duo lief auf die Oelder zu, die sich gerade zu Fuß auf Höhe des Sparkassen-Geldautomaten an der Stresemannstraße befanden, und griff direkt an. "Dabei zog der 21-jährige ein Messer aus der Tasche, mit dem er auf zwei seiner Opfer einstach", berichtete Christoph. Zeitgleich habe der andere wahllos auf die Gruppe eingeschlagen. Direkt danach stiegen beide wieder in ihr Auto und flüchteten vom Tatort. Zwei Männer (24 und 25 Jahre) erlitten durch das Messer Stichwunden im Bauch- und Armbereich, sie mussten schwer verletzt in Bielefelder Krankenhäusern behandelt werden. Die Ermittler der Kripo gehen davon aus, dass ein Streit in der Vergangenheit Auslöser für die Tat gewesen sein könnte. Die genauen Umstände und Motive für diese blutige Attacke sind noch unklar. Die beiden polizeilich bislang unbekannten Täter meldeten sich später selbst bei der Polizei, schwiegen aber zu dem Vorfall. Gegen sie wurde ein Verfahren wegen "gefährlicher Körperverletzung" eingeleitet. Der Verletzungsgrad der beiden Opfer hat laut Christoph nicht für den Tatvorwurf des "Totschlags" ausgereicht. Das Kriminalkommissariat 14 erbittet in dem Fall Zeugenhinweise unter Tel. (0521) 54 50.

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