Angezeigt: Die Bielefelder Polizei hat ein Strafverfahren gegen die Aktivisten des Deutschen Tierschutzbüros eingeleitet. Sie waren als "Pelz-Polizei" in der Bielefelder Innenstadt unterwegs. - © Deutsches Tierschutzbüro
Angezeigt: Die Bielefelder Polizei hat ein Strafverfahren gegen die Aktivisten des Deutschen Tierschutzbüros eingeleitet. Sie waren als "Pelz-Polizei" in der Bielefelder Innenstadt unterwegs. | © Deutsches Tierschutzbüro

Bielefeld Bielefelder Polizei leitet Strafverfahren gegen "Pelz-Polizei" ein

Aktion der Tierschützer war beim Polizeipräsidium Bielefeld nicht als Versammlung angemeldet

Bielefeld. Nachdem sich zunächst die Politik eingeschaltet hatte, hat nun die Bielefelder Polizei ein Strafverfahren gegen die Aktivisten eingeleitet, die in vergangenen Tagen als "Pelz-Polizei" in der Stadt unterwegs waren. Das Deutsche Tierschutzbüro hatte in mehreren NRW-Innenstädten Aufklärungsarbeit zum Thema Pelz betrieben und Passanten gezeigt, wie man Kunstpelz von echtem Pelz unterscheidet. Da die Aktion der Tierschützer beim Polizeipräsidium Bielefeld nicht als Versammlung angemeldet war, die Bekleidung der Tierschützer uniformartig erschien und der geschützte Begriff "Polizei" verwendet wurde, leitete die Polizei ein Strafverfahren ein. Es bestehen laut Polizei der Verdacht der Verstöße gegen das Versammlungsgesetz (Nichtanmelden der Versammlung und Uniformverbot) und der Verdacht des Missbrauchs von Titeln, Berufsbezeichnungen und Abzeichen. Das Strafverfahren, das sich zunächst gegen zwei namentlich bekannte Tierschützer richtet, werde, so die Polizei, zur rechtlichen Bewertung an die Staatsanwaltschaft Bielefeld übergeben. Da der Verdacht der oben genannten Verstöße bestehe, werde die Polizei Bielefeld gleichartige Aktionen der Tierschützer bis zur Entscheidung der Staatsanwaltschaft unterbinden.

realisiert durch evolver group