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Der Tierschutzverein und viele Bielefelder Tierärzte unterstützen sozial schwache Katzenhalter, die ihre Tiere kastrieren lassen möchten. - © Symbolfoto dpa
Der Tierschutzverein und viele Bielefelder Tierärzte unterstützen sozial schwache Katzenhalter, die ihre Tiere kastrieren lassen möchten. | © Symbolfoto dpa

Bielefeld Tierschutzverein fordert die Bielefelder auf, ihre Katzen kastrieren zu lassen

Dabei werden sozial schwache Katzenhalter von Tierärzten unterstützt

27.12.2016 | Stand 27.12.2016, 13:46 Uhr

Bielefeld. Der Bielefelder Tierschutzverein und etliche Tierärzte unterstützen auch 2017 wieder sozial schwache Bielefelder Katzenhalter, die sich eine Kastration ihres Tieres nicht leisten können. Die Kosten für eine Kastration liegen für weibliche Tiere bei 160 Euro, für Kater werden fast 100 Euro fällig. Der Tierschutzverein trägt auch 2017 wieder einen Teil der Kosten und die Tierärzte kommen Verein und Tierhalter entgegen. So belaufen sich die Kosten dann auf 100 Euro für eine weibliche Katze und 60 Euro für Kater. „Jedes Jahr müssen zahlreiche 'überzählige' Katzen im Tierheim untergebracht und versorgt werden. Unsere räumlichen und finanziellen Kapazitäten reichen oft nicht aus, um die Flut an Jungtieren aufzunehmen", sagt Helmut Tiekötter Vorsitzender des Tierschutzvereins Bielefeld. Gleichzeitig berichten die Tierschützer von frei lebenden Katzen, die unter Mangelernährung und Krankheiten leiden, wenn sie nicht von Menschen an betreuten Futterstellen versorgt werden. „Nur durch Kastration der Freigängerkatzen aus Privathaushalten sowie der frei lebenden Katzen lassen sich diese Probleme in den Griff bekommen" sagt Helmut Tiekötter. "Daher sollten Katzenbesitzer verantwortungsvoll handeln und ihre Tiere, egal ob weibliche Katze oder Kater, kastrieren lassen." Durch Kennzeichnung und Registrierung ließen sich die Tiere zudem, sollten sie einmal entlaufen, schnell zu ihren Besitzern zurückvermitteln. "Kastration schützt vor Katzenelend und der Verbreitung ansteckender Krankheiten. Frei lebende Katzen leben meist versteckt, in Hinterhöfen, auf Brachflächen oder in öffentlichen Parks", so Tiekötter. Sie stammten ursprünglich von in Privathaushalten lebenden, unkastrierten Freigängern oder unkastrierten ausgesetzten Tieren aus Privathaushalten ab. "Als domestizierte Haustiere sind diese Katzen nicht mehr in der Lage, sich und ihre Nachkommen vollständig alleine zu versorgen. Da sie durch den Menschen sozialisiert sind und nicht in ein neues Zuhause vermittelt werden können, müssen Tierschützer sie an Futterstellen versorgen." Rund 130.000 Katzen nehmen die deutschen Tierheime jährlich in ihre Obhut. "Und dies bei immer stärker steigenden Kosten und einer längeren Verweildauer der Tiere. Viele der aufgenommenen Katzen sind krank, wenn sie ins Tierheim kommen. Sie haben sich bei anderen Freigängern infiziert." Der Tierschutzverein Bielefeld appelliert daher an alle Katzenbesitzer, ihre Tiere kastrieren, kennzeichnen und registrieren zu lassen.

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