Friedenslicht aus Bethlehem: Die Pfadfinder haben die Botschaft nach Bielefeld gebracht und verteilen sie im Rahmen einer ökumenischen Feier in der Liebfrauenkirche am Ostmarkt. - © Felix Boche
Friedenslicht aus Bethlehem: Die Pfadfinder haben die Botschaft nach Bielefeld gebracht und verteilen sie im Rahmen einer ökumenischen Feier in der Liebfrauenkirche am Ostmarkt. | © Felix Boche

Mitte Bielefelder Pfadfinder haben Flamme aus Bethlehem abgeholt

Friedenslicht: Bei einer ökumenischen Aussendung wird das Licht weitergetragen

Felix Boche

Mitte. Die Pfadfinder der Liebfrauengemeinde haben das Friedenslicht aus Bethlehem nach Bielefeld geholt. Es soll als Symbol des Friedens in der Vorweihnachtszeit zur Verbindung und Vernetzung von Menschen beitragen. Das Licht wird in der Geburtsgrotte in Bethlehem entzündet und dann in mehreren Etappen nach Wien gebracht. Von dort gelangt es im Flugzeug nach Dortmund und wird schließlich von den Bielefelder Pfadfindern abgeholt. "Das Besondere daran ist, dass die Flamme weitergereicht wird und auf ihrem Weg nicht zwischendurch erlischt", sagt Sprecher Thilo Kohers. Auch auf der Zugfahrt nach Bielefeld konnte das Licht an den Zwischenstationen bereits an Interessierte weitergegeben werden. Das Friedenslicht soll an die Geburt Jesu erinnern Das Friedenslicht funktioniert als besonderes Symbol für Wärme, Orientierung und Stärke: "Es erinnert an die Geburt Jesu und ein friedfertiges Miteinander", sagt Kohers. In der Liebfrauengemeinde angekommen, lauschten etwa 150 Menschen bei Gesang und Fürbitten den Erlebnissen der Pfadfinder. Klein und Groß berichteten von einem großen Andrang bei der zentralen Verteilung in Dortmund. Durch die Aussendung entsteht ein Netzwerk, wie es auch die sozialen Medien stricken. Deswegen steht es in diesem Jahr auch unter dem Titel: "Frieden: Gefällt mir" - in Anlehnung an eine Geste aus dem Internet. Grenzen und Barrieren zwischen den Glaubensgemeinschaften sollen abgebaut werden. Die Sicherheitsauflagen beim Transport sind sehr hoch. Die Deutsche Bahn schreibt die vorherige Anmeldung und Genehmigung von offenem Feuer in den Waggons vor. Die Pfadfinder haben ein feuerbeständiges Metallgefäß, einen Eimer mit Sand und sogar einen Feuerlöscher mitgenommen. Das Abholen des Friedenslichtes mit einer selbst mitgebrachten Kerze ist auch in den nächsten Tagen noch möglich. Die Aktion ist 1986 ursprünglich als Spendenaktion im Österreichischen Rundfunk entstanden und hat mittlerweile weltweit Bekanntheit erlangt. Allein in Deutschland gibt es mehr als 500 Orte mit Aussendungsfeiern. Eine Spende kommt in diesem Jahr dem Verein "Sabatina" zugute. Er kümmert sich um zwangsverheiratete Frauen.

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