Speisen und streicheln: Das ist das Konzept des Katzencafés. (Hier das Katzencafé in Berlin) - © Symbolfoto dpa
Speisen und streicheln: Das ist das Konzept des Katzencafés. (Hier das Katzencafé in Berlin) | © Symbolfoto dpa

Bielefeld Streicheln erwünscht: In Bielefeld eröffnet ein Katzencafé

In vielen Großstädten werden Katzencafés zum Trend

Alexandra Buck

Bielefeld. Berlin hat eins, Hannover auch, die Gastronomen sind auf die Katze gekommen. Nun hat es der Trend aus Asien nach Bielefeld geschafft: An der August-Bebel-Straße wird ein Katzencafé eröffnen. "Katzen betrachten macht glücklich. Und wenn man dabei im Katzencafé 'Miezhaus' noch einen Kaffee und ein Stück Kuchen genießen kann, ist der Tag perfekt", schreibt der künftige Betreiber Christian Schwarte auf der Facebookseite seines Cafés. "Das Katzencafé Miezhaus ist ein Ort, an dem Sie bei einer Tasse Kaffee und einem Stück Kuchen verweilen und gleichzeitig den Katzen zuschauen können. Sie können mit ihnen in Kontakt treten, mit ihnen spielen oder sie streicheln. So wird der Besuch bei einer kleinen Mahlzeit und ein paar Streicheleinheiten zum Erlebnis. Nach einem harten (Arbeits-)Tag kann man den Alltagsstress hinter sich lassen und sich bei einem warmen Schnurren entspannen", schreibt Christian Schwarte weiter. Der Katzencafé-Trend kommt aus Asien: Dort eröffnete im Jahr 1998 das erste Katzencafé in Taiwan. Seit 2004 gibt es die meisten Katzencafés in Japan. Dort gibt es in den Großstädten wegen der Wohnungsnot viele kleine Wohnungen in denen das Halten von Haustieren nicht möglich ist. Im Katzencafé Miezhaus sollen drei bis sechs Katzen dauerhaft wohnen und leben. Sie halten sich im Gastraum und in ihrem Ruheraum auf. Zu den Öffnungszeiten können Gäste mit den Katzen spielen, sie streicheln oder ihnen beim Schlafen und Herumtollen zusehen. Wenn das Café geschlossen ist, haben die Katzen das Café für sich. Wann genau Christian Schwarte sein Café eröffnen kann, ist noch nicht ganz klar: Der Bauantrag für die Räume an der August-Bebel-Straße 116 liegt noch beim Bauamt. "Das ist wegen der Katzen alles etwas schwierig", sagt Schwarte. Im Dezember würde er gern eröffnen. Doch das Konzept steht, Schwarte macht derzeit sogar ein Praktikum im Bielefelder Tierheim, um "zu schauen, wie man Katzen artgerecht und gut hält". Drei bis vier Tiger dort hat er schon in der engeren Wahl. "Sie müssen natürlich dem Menschen zugewandt und schmusig sein", sagt er. Rund 80 Quadratmeter ist das Café groß, inklusive eines Ruheraums, in den sich die Tiere jederzeit zurückziehen können. In die Küche dürfen sie selbstredend nicht. Für die Gäste hält Schwarte 40 Sitzplätze bereit. Die Küche wird vegan/vegetarisch. Suppen, Salate und Sandwiches soll es geben.

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