Spiel mit großen Holzschnecken: Kinder können oft nichts mit kleinen Figuren anfangen. Von links: Viktoria Schmidt, Alexander Baumann und Rita Schubert. - © Sarah Jonek
Spiel mit großen Holzschnecken: Kinder können oft nichts mit kleinen Figuren anfangen. Von links: Viktoria Schmidt, Alexander Baumann und Rita Schubert. | © Sarah Jonek

Bielefeld Projekt soll Langzeitarbeitslosen helfen

„Ohne Arbeit geht es nicht“

Thomas Güntter

Bielefeld. Die Kompetenz-Werkstatt Beruf an der Herforder Straße 155 a stellt noch bis zum Donnerstag, 27. Oktober, jeweils in der Zeit von 13 bis 16 Uhr ihre Projekte aus. Das Thema lautet „Ohne Arbeit geht es nicht". Eingebettet ist das Projekt in die sechste Woche der seelischen Gesundheit. Es geht um Langzeitarbeitslose, die oft unter psychischen Problemen leiden. „Arbeit ist ein Grundbedürfnis. Da hat man das Gefühl, dass man gebraucht wird", sagte gestern Standortleiterin Viktoria Schmidt bei der Eröffnung. Wenn man die eigenen Fähigkeiten individuell erproben könne, gewinne man auch das Vertrauen in die eigene Person zurück. Veranstalter neben dem Verein Kompetenz-Werkstatt Beruf ist auch das Jobcenter Bielefeld. Besonders kreatives Arbeiten sei eine gute Form der Bewältigungsstrategie im Umgang mit psychischen Erkrankungen. Teilnehmer des Aktivcenters sind alles Langzeitarbeitslose, die älter sind als 25 Jahre und unter psychischen Erkrankungen leiden. Zu der Eröffnungsveranstaltung kamen rund 60 Gäste. Einer der Trainer für die Langzeitarbeitslosen ist der Sozialpädagoge Alexander Baumann. Unter seiner Anleitung haben die Frauen der Gruppe gekocht, gebacken, genäht und gespült. Die Männer konnten sich im Umgang mit Holz üben. Ein Kind sagte: „Wenn ich groß bin, will ich auch Holzmann werden." Dabei wurden sie unterstützt von der Leiterin der Montessori-Frühförderstelle, Rita Schubert. Die Frühförderung unterstützt Kinder in den ersten Lebensjahren, besonders dann, wenn das Kind ohne erkennbaren Grund viel schreit und nur schwer zu beruhigen ist, wenn es die körperliche Nähe und Kontakt nicht mag und auffallend ruhig ist, wenn es Probleme beim Essen oder Trinken hat oder wenn die Sinne (Sehen, Hören, Fühlen) beeinträchtigt sind. Ferner müssen die Kinder gefördert werden, deren Entwicklung sich verzögert hat oder auffällig ist. Außerdem Kinder, die sich schlecht konzentrieren können, ungeschickt sind und wenig Ausdauer haben.

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