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Sozialer Verein und Wirtschaftsbetrieb in einem: „Kurz Um“ mit Sitz an der Friedrichstraße. - © Wolfgang Rudolf
Sozialer Verein und Wirtschaftsbetrieb in einem: „Kurz Um“ mit Sitz an der Friedrichstraße. | © Wolfgang Rudolf

Bielefeld Beschäftigungsprojekt "Kurz Um" immer wieder in der Kritik

Konflikt: Der Betrieb muss beides sein: Soziale Einrichtung und funktionierender Wirtschaftsbetrieb. Die Sonderstellung erzeugt mitunter Ärger – der sogar vor Gericht landen kann wie jetzt

Ansgar Mönter
25.08.2016 | Stand 25.08.2016, 18:24 Uhr
Kurz-Um-Geschäftsführerin: Anke Schmidt. - © unbekannt
Kurz-Um-Geschäftsführerin: Anke Schmidt. | © unbekannt

Bielefeld. „Kurz Um" wird zugleich hoch gelobt sowie misstrauisch beäugt und kritisiert. Der Grund: Als kleine soziale Beschäftigungsinitiative für schwer vermittelbare Jugendliche in den 1980er Jahren gegründet ist der Verein zu einem Wirtschaftsbetrieb mit mehreren Sparten angewachsen: mit Umzugsunternehmen, Malerbetrieb, Tischlerei, Heizungsbau- und Sanitärtechnikfirma. Wie ein normaler Betrieb muss Kurz Um Mitarbeiter entlohnen und somit Umsatz erzielen, zugleich hat der gemeinnützige Verein einen sozialen Auftrag und darf keine Gewinne erzielen.