Die neue Almsporthalle von außen: Der Eingang zum Foyer ist durch Fensterflächen transparent, die Außenhülle besteht aus einer Aluminiumhaut. Die Bäume auf dem Gelände sollen weitgehend erhalten bleiben. - © Planungsbüro
Die neue Almsporthalle von außen: Der Eingang zum Foyer ist durch Fensterflächen transparent, die Außenhülle besteht aus einer Aluminiumhaut. Die Bäume auf dem Gelände sollen weitgehend erhalten bleiben. | © Planungsbüro

Bielefeld Baubeginn für Almhalle im Februar 2018

Zehn-Millionen-Euro-Projekt: Nach Eröffnung wird die alte Sporthalle abgerissen. Architekt: "Wie eine Skulptur in grüner Landschaft"

Bielefeld. Die alte Almsporthalle wird abgerissen - aber erst, wenn die neue fertig ist. Jetzt sind die Pläne für das Vorhaben vorgestellt worden. Auf dem Gelände vor der alten Halle wird ab Februar 2017 gebaut. Da, wo jetzt noch Autos parken und wo bis vor wenigen Jahren der Containerbau für das Max-Planck-Gymnasium (MPG) stand, entsteht die neue Almhalle. Ab Sommer 2018 sollen Schulen und Vereine sie nutzen können. Eine Dreifachturnhalle, zusätzlich eine vierte Turnhalle, ein Lehrschwimmbecken, ein Foyer mit Platz für 300 Menschen, viele Glasflächen und eine äußere Optik, die die Halle laut Architekt Ulrich Hinrichsmeyer "wie eine Skulptur in der grünen Landschaft" wirken lässt, entsteht zwischen Alm-Stadion, Gertrud-Bäumer-Realschule und MPG. 10,3 Millionen Euro sind für den Neubau eingeplant. Hinzu kommen weitere Kosten: Leitungsverlegungen zusammen mit Arminia Bielefeld sowie später Abriss der alten Halle. Die ist so in die Jahre gekommen, dass eine Sanierung laut Stefan Jücker vom städtischen Immobilienservice keinen Sinn mehr ergibt. Eine Firma übernimmt komplette Verantwortung Die Stadt hatte Planung und Errichtung des Baus als "Total-Unternehmen" ausgeschrieben. Das heißt: Eine Firma übernimmt die komplette Verantwortung. Es ist eine holländische. Sie heißt "Pellikan Bouwbedrif bv" mit Sitz in Tilburg. "Es ist ein sehr erfahrenes Unternehmen, das allein in Deutschland schon 300 Sportstätten gebaut hat", berichtet Jücker vom ISB. Die Holländer haben ein Architekturbüro aus Düsseldorf engagiert. Architekt Hinrichsmeyer hat sich für eine silbern schimmernde Aluminiumhaut als Fassade entschieden, die einen Baukörper umhüllt, der zum Teil geschwungen ist. Der Eingang zum Foyer befindet sich zur Südseite, also Richtung Oetkerhalle, und besteht aus einem Kubus aus Glas. Die Seiten mit ihren schmalen und hohen Fensterprofilen sehen aus wie "ein Barcode", wie der Architekt sagt. Gebäude steht auf Sockel Glasflächen erlauben es den Sportlern, aus der Schwimmhalle oder den Turnhallen nach draußen zu schauen, ein Blick von außen nach innen ist hingegen kaum möglich, dafür sind die Fenster zu hoch angelegt. Das Gebäude steht auf einem Sockel mit Verblendmauerwerk. Das Gebäude besteht aus zwei Teilen. Zur Alm hin befindet sich zum einen die Dreifachturnhalle mit Zuschauertribüne; auf der anderen Seite - getrennt oder verbunden, je nach Perspektive - Foyer, Seminarraum, das 20 Meter lange und vier Bahnen breite Schwimmbecken, Technikräume, Umkleiden und die Einfeldturnhalle. Alle Wege im Gebäude sind barrierefrei und offen einsehbar. Blauer Sportboden Genutzt wird die Almhalle von den umliegenden Schulen. Neben dem MPG und der Gertrud-Bäumer-Realschule sind das die Bültmannshofschule und die Bosse-Realschule. Darüber hinaus trainieren dort die Sportvereine BTG, Post SV und TSVE. Sie alle finden ab Sommer 2018 eine weiß gestrichene und mit blauen Sportboden ausgelegte Halle vor. In den vergangenen Monaten war die Almhalle eine Flüchtlingsunterkunft. Derzeit wird sie wieder für den Sport bereitet. Nach den Sommerferien beginnt dort der der reguläre Betrieb. Die Reihenfolge - erst Neubau, dann Abriss - ist gewählt worden, "weil wir nicht wollten, dass der Schul- und Vereinssport ausfallen muss", erklärt Baudezernent Gregor Moss. Auf ihn und die Mitarbeiter im Bauamt kommt nach Erledigung eine weitere Aufgabe hinzu: Für Arminia müssen neue Parkflächen gefunden werden, außerdem muss das Gelände, auf dem die alte Halle noch steht, neu überplant werden.

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