Die einen finden das Plakat geschmacklos, andere sehen darin lediglich einen Büroscherz. - © Flüchtlingshilfe Lippe
Die einen finden das Plakat geschmacklos, andere sehen darin lediglich einen Büroscherz. | © Flüchtlingshilfe Lippe

Bielefeld Geschmackloses Plakat: Wer hat es aufgehängt?

Stadt betreibt Schadensbegrenzung

Bielefeld. Ein Schild mit dem Text „Wer hier meckert wird erschossen" in der Zentralen Ausländerbehörde Bielefelds (ZAB) hat bundesweit für Aufsehen und Kritik gesorgt. Nach Information von nw.de wurde das Plakat noch am Freitagnachmittag vergangener Woche auf Anweisung des Behördenleiters aus dem Büroraum an der Pforte der Einrichtung entfernt. Jeder neu ankommende Flüchtling in Bielefeld muss diesen Bereich aufsuchen und wurde somit mit dem geschmacklosen Text konfrontiert. Nach dem zuständigen Bielefelder Dezernenten für Schule, Bürger und Kultur, Udo Witthaus, passe dieses Geschehen nicht in das Bild einer sonst professionellen Arbeit der Behörde. Noch am Montagmorgen seien erste Gespräche mit Mitarbeitern der ZAB geführt worden, die in diesem Büro arbeiten. Sie sagten aus, dass ihnen im täglichen Trubel das Schild nicht aufgefallen sei. Wer für das Aushängen des Plakats verantwortlich sei, müsse durch weitere Befragungen geklärt werden. Infrage kämen nach Angaben von Witthaus auch Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes, die Zugang zu dem Büro hätten. Auch Oberbürgermeister Pit Clausen hat sich jetzt geäußert: "Dass dieses Schild aufgehängt wurde, ist äußerst peinlich – dafür entschuldige ich mich in aller Form. Ich weise gleichzeitig darauf hin, dass die Aussage in keiner Weise mit dem Selbstverständnis der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der ZAB, die gerade in den letzten Monaten hervorragende Arbeit geleistet haben, in Einklang steht."

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