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Will kandidieren: Christina Kampmann. - © dpa
Will kandidieren: Christina Kampmann. | © dpa

Bielefeld Landtagswahl: Kampmann tritt gegen Copertino an

In Mitte tritt der CDU-Sprecher gegen die Familienministerin an

Sebastian Kaiser
02.06.2016 | Stand 02.06.2016, 07:06 Uhr
Stefan Gerold

Bielefeld. Dass der Grüne Matthi Bolte im Landtagswahlkreis 92 antreten wird, steht schon fest. Jetzt zeichnet sich ab, wer bei CDU und SPD kandidieren will: Mit Vincenzo Copertino (47) und Niels Tielbürger (30) gibt es gleich zwei Bewerber bei der CDU. Und für die SPD wird aller Voraussicht nach die frühere Bundestagsabgeordnete und aktuelle NRW-Ministerin Christina Kampmann (35) antreten. Dass Ratsherr und CDU-Pressesprecher Copertino sich in Bielefeld-Mitte um einen Job in Düsseldorf bemühen wird, überrascht, zumal der Rechtsanwalt als stellvertretender Vorsitzender der CDU in Brackwede verwurzelt ist. "Die Gedanken haben sich erst letzte Woche entwickelt", erklärt der 47-Jährige und gibt zu: "In der Regel kommen die Bewerber auch aus dem Wahlkreis, aber das haben wir mit dem Ortsvorsitzenden abgeklärt." Vor der Wahl muss er allerdings die Kür gegen Tielbrügger, Rechtsreferendar am Landgericht Bielefeld, gewinnen. Copertino hat als Ziel, das "desaströse Ergebnis" von Monika Kammeier (21 Prozent) in 2012 am 14. Mai 2017 auf mindestens 30 Prozent zu verbessern. Den Landtagswahlkreis Mitte hatte bisher unangefochten Günter Garbrecht für die SPD geholt, der allerdings nicht mehr kandidiert. Nun will dort NRW-Familienministerin Christina Kampmann antreten. Die 35-Jährige stammt aus Ummeln, hat aber mehrere Jahre im Bielefelder Westen gewohnt. "Christina Kampmann hat ihr Interesse bekundet, sie ist bisher die einzige Bewerberin. Bis zum 25. August können sich aber weitere Interessenten melden", sagt SPD-Vorsitzende Wiebke Esdar. Klar ist jetzt auch, dass Georg Fortmeier im Landtagswahlkreis 94 (Altkreis Halle, Jöllenbeck und Dornberg) ohne Gegenkandidaten aus der eigenen Partei ins Rennen gehen wird. Der 60-Jährige, seit 2010 Abgeordneter in Düsseldorf und Chef der SPD-Ratsfraktion, hatte im März überraschend Konkurrenz bekommen: Der Ortsverein Versmold hatte den Journalisten Theo Knepper nominiert. Nach starkem Gegenwind aus den Ortsvereinen des Altkreises hat Knepper seine Bewerbung nun allerdings zurückgezogen. Im Wahlkreis 93 sind Ralf Nettelstroth (CDU), Regina Kopp-Herr (SPD) und Christina Osei (Grüne) so gut wie gesetzt. Die endgültigen Entscheidungen fallen bei Nominierungsparteitagen: am 2. September bei der SPD, am 3. September bei der CDU und im Januar 2017 bei den Grünen.

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