Strom tanken: Christian Kracht und Felix Kulle zeigen die neue Ladestation, die eine der zwei am Niederwall ersetzt. foto: oliver krato|| - © Oliver Krato
Strom tanken: Christian Kracht und Felix Kulle zeigen die neue Ladestation, die eine der zwei am Niederwall ersetzt. foto: oliver krato|| | © Oliver Krato

Bielefeld Neue Ladesäule für Elektroautos

Niederwall: Stadtwerke testen neue Technik und bieten Registrierung über eine App an

Joachim Uthmann
26.05.2016 | Stand 27.05.2016, 14:09 Uhr

Mitte. Die Neugier ist da. Doch Elektroautos setzen sich nur sehr schwer am Markt durch. Rund 50 davon dürfte es in Bielefeld geben, schätzt Christian Krache, Leiter Marketing und Produkte bei den Stadtwerken. Die wollen jetzt mehr Anreiz geben. Dafür haben sie eine schnellere neue Ladesäule am Niederwall installiert. Die Registrierung läuft auch per App. Zwei Ladesäulen stehen seit 2010 am Niederwall - laut Kracht sind sie trotz der wenigen fahrenden E-Autos "gut belegt". Die Stadt würde mit ihren Fahrzeugen teils schon in den Innenhof des Rathauses ausweichen, um sie dort an der Steckdose zu laden. Die Kapazität am Niederwall wird mit der neuen Ladestation größer. Denn sie benötige nur noch die Hälfte der Zeit, sagt Kracht. Statt etwa acht nur noch vier Stunden. Bielefelder Kennzeichen seien an der Station zu sehen, aber auch auswärtige. Für E-Auto-Fahrer, die etwa aus Hamburg kämen, könnten jetzt über die E-kWh-App erkennen, ob die Ladestationen belegt sind. Eine Voranmeldung für bestimmte Termine sei aber noch nicht möglich. Die Stadtwerke beginnen die neue Ladestation mit einer Testphase bis Ende Juli, bei der ohne vorherige Registrierung getankt werden kann. Das Auto müsse nur per Kabel angeschlossen werden, führt Kracht vor: Wenn das Fahrzeug verriegelt wird, starte der Tankvorgang. Nach der Testphase müssen sich Nutzer über die App oder per Telefon registrieren lassen. Dazu sei eine spezielle Nummer erforderlich, die es bei den Stadtwerken gibt. Für deren Kunden bleibe der Tankvorgang vorerst kostenlos. Kracht: "Wir wollen die Elektromobilität in der Stadt fördern." Auswärtige müssten über ihre Anbieter abrechnen. Die Stadtwerke selbst haben zehn E-Autos und bisher sechs Ladestationen. Die sollen schrittweise nachgerüstet werden. Langfristig würden zehn Stationen angestrebt. Strom getankt werden kann bisher an der Green-Station in Sieker, August-Bebel-, Carl-meyer- und Salzufler Straße.

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