Die Nordröhre des Ostwestfalentunnels musste am Sonntagnachmittag gesperrt werden, nachdem Mitglieder einer Hochzeitsgesellschaft dort mehrere Böller gezündet hatten. - © Andreas Frücht
Die Nordröhre des Ostwestfalentunnels musste am Sonntagnachmittag gesperrt werden, nachdem Mitglieder einer Hochzeitsgesellschaft dort mehrere Böller gezündet hatten. | © Andreas Frücht

Bielefeld Polizei sucht nach mutwilliger Tunnelsperrung in Bielefeld weitere Zeugen

Türkische Hochzeitsgesellschaft blockierte Durchfahrt und zündete Böller. Videoauswertung soll Verursacher identifizieren helfen

Jens Reichenbach
17.05.2016 | Stand 17.05.2016, 16:38 Uhr

Bielefeld. Nach der mutwilligen Sperrung der Nordröhre des Tunnels zwischen Eckendorfer Straße und dem Ostwestfalendamm (OWD) ermittelt nun das Verkehrskommissariat der Polizei nach den Fahrern der zwei Verursacher, die in der Röhre Pyrotechnik gezündet hatten. Wie berichtet hatte die Polizei am Pfingstsonntag 20 bis 25 Fahrzeughalter überprüft, die alle zu einer türkischen Hochzeitsgesellschaft gehörten. Mit zwei Autos sollen sie zunächst den Verkehr in der OWD-Röhre abrupt zum Erliegen gebracht und dann im Tunnel Böller gezündet haben. Die Feuerwehrleitstelle musste daraufhin den durch Rauch belasteten Tunnel vorübergehend sperren. Laut Polizeisprecherin Kathryn Landwehrmeyer war das zumindest ein "gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr". Unsere Auswertung der Überwachungsvideos vom Amt für Verkehr läuft noch. Dabei sollen jetzt die Videos mit den Daten der überprüften Fahrzeuginsassen abgeglichen werden, um so die beiden Hauptverursacher zu identifizieren. Bisher haben sich bei der Polizei vier Zeugen des Geschehens gemeldet. "Darunter ist allerdings noch kein Geschädigter", so Landwehrmeyer. Deshalb ruft die Polizei alle Verkehrsteilnehmer auf, die bei der Aktion gefährdet, zum Abbremsen gezwungen oder knapp von Böllern verfehlt wurden, sich bei der Polizei in Bielefeld zu melden unter Tel. (0521) 54 50.

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