Insolvent: Marcus Uhlig. - © Sarah Jonek
Insolvent: Marcus Uhlig. | © Sarah Jonek

Bielefeld Laden von Ex-Arminia-Geschäftsführer Uhlig insolvent

Geschäft am Niederwall soll erhalten bleiben

Andrea Rolfes

Bielefeld. Nur sieben Monate nach der Eröffnung seines Sportgeschäfts „Strafraum" hat der Ex-Geschäftsführer von Arminia Bielefeld, Marcus Uhlig, Insolvenz angemeldet. Das Amtsgericht Bielefeld hat das Eröffnungsverfahren eingeleitet. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde der Rechtsanwalt Marco Kuhlmann, Fachanwalt für Insolvenzrecht, von der Kanzlei Kreplin & Partner aus Lübbecke bestellt. Uhlig hatte das Geschäft am Niederwall 18 erst zum 1. Oktober 2015 übernommen. Der 44-Jährige wollte das alteingesessene Sportgeschäft, das an der Karl-Eilers-Straße geschlossen hatte, weiterführen., doch der Erfolg blieb aus. „Die typischen Anlaufverluste nach der Geschäftsübernahme konnten auch nach gut sechs Monaten nicht wie geplant aufgefangen werden", begründet Uhlig das Scheitern der Geschäftsidee in einer öffentlichen Mitteilung. Darin heißt es außerdem, dass der geplante Umsatz nicht realisiert werden konnte und die Kosten für den Wareneinsatz deutlich höher als geplant ausgefallen seien. Das Fussballkaufhaus zählt zu den bekanntesten Anbietern für Teamsport und Vereinsbedarf in der Stadt. Gegründet wurde es 1991 an der Nordstraße hinter dem Hauptbahnhof, 1995 zog es um an die Karl-Eilers-Straße. Aktuell sind sechs Mitarbeiter am Niederwall beschäftigt. Nach Informationen des Insolvenzverwalters seien alle notwendigen Maßnahmen eingeleitet worden, um den laufenden Betrieb des Geschäfts aufrecht erhalten zu können. In den nächsten Wochen wolle er mit Uhlig ein Sanierungskonzept erarbeiten, um möglichst alle Arbeitsplätze am Standort zu sichern. „Auch wenn vor uns noch ein großes Stück Arbeit liegt, so bin ich zuversichtlich, dass das Geschäft erhalten werden kann", so Kuhlmann.

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