Zu Beginn des Spiels brannten Fortuna-Anhänger im Gästeblock bengalische Feuer ab, Anfang der zweiten Halbzeit prügelten sich Düsseldorfer Gruppen im Block untereinander. - © Christian Weische
Zu Beginn des Spiels brannten Fortuna-Anhänger im Gästeblock bengalische Feuer ab, Anfang der zweiten Halbzeit prügelten sich Düsseldorfer Gruppen im Block untereinander. | © Christian Weische

Bielefeld Fußballgewalt: Düsseldorf- und Bielefeld-Fans prügeln sich untereinander

Zwei Fortuna-Gruppen gehen im Gästebereich aufeinander los. Nach dem Spiel kommt es zu einer Schlägerei unter Arminia-Anhängern

Bielefeld. Der Samstag stand in Bielefeld nicht nur im Zeichen der politischen Demonstrationen. Durch das brisante Nicht-Abstiegsduell zwischen Arminia Bielefeld und Fortuna Düsseldorf hatten die Einsatzhundertschaften der Polizei in Bielefeld auch mit großen Fangruppen zu tun. Bei einigen blieb es leider nicht friedlich. Diesmal kam es allerdings bei den Fans untereinander zu Problemen. Während der Anreise der Düsseldorfer Gästefans, die per Bahn nach Bielefeld kamen, kam es nach Angaben der Polizei zu Sachbeschädigungen in einem Entlastungszug der Deutschen Bahn. Der Bustransfer der Gästefans vom Neuen Bahnhofsviertel zum Stadion sowie die Anreise der Heimfans verliefen dagegen ohne besondere Vorkommnisse, berichtete Polizeisprecherin Sonja Rehmert. Doch es blieb nicht ruhig. Zu Spielbeginn war es Düsseldorfer Fans im Stehplatzbereich gelungen, Bengalische Feuer (Pyrotechnik) zu zünden. In der zweiten Halbzeit gingen dann 20 bis 30 Personen innerhalb des Gästefanblocks aufeinander los. Der DSC-Sicherheitsdienst bat zur Beruhigung der Lage Polizeieinheiten um Hilfe. Vor Ort stellte sich heraus, dass zwei Gruppen mit unterschiedlicher politischer Ausrichtung einen Streit handgreiflich zu lösen versucht hatten. "Trotzdem wurde niemand dabei verletzt", so Rehmert. Augenzeugen berichteten, dass im Block Banner von der Demo "ZAB schließen statt abschieben" aufgetaucht waren. Dies führte offenbar unter einigen Gästefans zu einem Gewaltausbruch. Nach dem Spiel registrierte die Polizei gegen 15.15 Uhr in Stadionnähe (Rolandstraße/ Ecke Wittekindstraße) eine Schlägerei nach einem verbalen Streit. Hier wurden nach Polizeiangaben zwei Beteiligte leicht verletzt. "Der Täter konnte wenig später von der Polizei festgenommen werden", berichtete die Polizeisprecherin. "Die Beteiligten kannten sich und gehörten alle der Bielefelder Fan-Szene an." Mit Fußball hatte diese Auseinandersetzung laut Augenzeugen aber nichts zu tun: Ein sehr aggressiver Mann hatte einen Fan, der angeblich seine Freundin angemacht hatte, zu Boden gestreckt. Und als ein gutes Dutzend Fans den Schläger zurückhalten wollte, erhielten diese auch von ihm noch so manchen Faustschlag. Insgesamt kann die Polizei aber ein positives Resümee zu dem Nichtabstiegsgipfel der Zweiten Liga ziehen, das die Polizei zuvor als Risikospiel eingestuft hatte.

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