Herzlich: Anja Westbomke ist als Empfangschefin für die Rezeption zuständig. Im Hintergrund eine Aufnahme aus der Bildergalerie Faces (Gesichter), die sich durch das ganze Hotel durchzieht. - © Andreas Zobe
Herzlich: Anja Westbomke ist als Empfangschefin für die Rezeption zuständig. Im Hintergrund eine Aufnahme aus der Bildergalerie Faces (Gesichter), die sich durch das ganze Hotel durchzieht. | © Andreas Zobe

Bielefeld Die NW hat schon mal einen Blick in das neue Légère-Hotel auf dem Neumarkt geworfen

Erster Rundgang: Stylishes Ambiente mit Blick auf den Neumarkt

Heidi Hagen-Pekdemir

Bielefeld. Eine Woche später als geplant eröffnet das Légère Hotel. Noch gehen die Handwerker im Vier-Sterne-Haus am Neumarkt ein und aus. Doch die ersten Zimmer sind schon möbliert, ebenso steht der Empfangstresen in der Lobby. Durch die hohen Glasfassaden dringt das Tageslicht. "Nächsten Donnerstag kommen die ersten Gäste", freut sich Hoteldirektor Marco Wehmeier. Grau-weiß gemusterte Auslegware überzieht die Böden der Flure und Zimmer. Die Farben der Wände: wechselweise Schlamm und Weiß. Die Größe der Zimmer, eingeteilt in die Kategorien Standard, Residence und Gallery, liegt zwischen 20 bis 28 Quadratmeter. Charakteristisch bei allen ist die verglaste Dusche, die in allen 120 Räumen für Transparenz sorgt, zusätzlich zu den hohen Fenstern. Total lokal, gibt sich diese neue Vier-Sterne Herberge: Den Bau in die Höhe gezogen hat das heimische Unternehmen Goldbeck. Die Innenausstattung stammt von JAB Anstoetz. Der Bielefelder Stoffverlag hat als Partner der Légère-Gruppe zuvor weitere Hotels in Tuttlingen, Wiesbaden und Luxemburg mit Wohntextilien versorgt. Zudem werden künftig sämtliche Mitarbeiter demnächst Blusen beziehungsweise Hemden aus dem Hause Seidensticker tragen. Welche Gäste hat das Management im Visier? In erster Linie Geschäftsreisende. Für diese Zielgruppe sind fünf Konferenzräume in der ersten Etage vorgesehen, teils unterteilbar, für 8 bis 140 Teilnehmer. Auf gleicher Ebene ist auch ein Fitnessraum vorgesehen. Noch decken weiße Laken die Räder und Crosstrainer ab.Von dort aus geht der Blick zur Stadtbibliothek. Atrraktion des Hauses und eine Bereicherung für Bielefeld ist die schicke Bar, ein langer schmaler Tresen mit beleuchteten Seiten. Für die Cocktails zuständig ist Jonas Glaser. Der Operations-Manager verspricht, seine Gäste mit so interessante Mischungen wie Daiquiri aus weißen Beeren auf den geschmack zu bringen. Rechts von der Rezeption ist, durch eine Glaswand abgetrennt, die Raucher-Lounge. Schon jetzt erhalte das neue Hotel regen Zuspruch von der heimischen Wirtschaft, berichtet Direktor Wehmeier.Das Interesse sei „spartenübergreifend" – von der Textil- bis zur Metallindustrie. Wehmeier, ein echter Ostwestfale, hat zuvor fünf Jahre das Parkhotel als stellvertretender Direktor geführt. Die Übernachtungspreise bewegen sich von 109 Euro an aufwärts. Für das Frühstück wird 19 Euro pro Person berechnet. Deutlich weniger werden Gäste demnächst in Charly’s House bezahlen. Das zur Kavalleriestraße hin gelegene Bed-and-Breakfast-Hotel der Légère-Gruppe hat 112 Zimmer. Die Eröffnung ist für diesen Herbst geplant. Pro Nacht zahlt dort der Gast zwischen 70 und 80 Euro. In den oberen Etagen entstehen 27 Eigentumswohnungen mit zwei und drei Zimmern. Mehr als die Hälfte sind schon verkauft. Heike Winter, Geschäftsführerin der Geno-Immobilien GmbH bei der Volksbank Bielefeld-Gütersloh beziffert den Preis mit durchschnittlich 3.000 Euro pro Quadratmeter.

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