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Ständig voll: Die Stapenhorststraße ist der Hauptverkehrsweg nach Dornberg und zur Uni. Enderle bezweifelt, dass sie weiteren Verkehr aufnehmen kann. - © Sarah Jonek
Ständig voll: Die Stapenhorststraße ist der Hauptverkehrsweg nach Dornberg und zur Uni. Enderle bezweifelt, dass sie weiteren Verkehr aufnehmen kann. | © Sarah Jonek

Bielefeld Ex-Baudezernent zweifelt an Boom-Prognose für Bielefeld

Martin Enderle: Früherer Umwelt- und zeitweilig auch Baudezernent der Stadt hält 500 Hektar als Neubaugebiete nicht nur für unrealistisch, sondern auch für nicht wünschenswert

Arno Ley
05.03.2016 , 06:00 Uhr |

Bielefeld. Mehr als zwei Jahrzehnte war ein Professor an der Bielefelder Universität tätig, der die Diskussion über die Entwicklung der Region stark geprägt hat. Herwig Birg (76) warnte vor den Folgen einer schrumpfenden Bevölkerung. Gedanken um den Abriss ganzer Stadtviertel machten die Runde. Nun plötzlich soll alles anders sein. Aus dem Landesbauministerium kommen Zahlen, die Bielefeld Wachstum vorhersagen (NW vom 27. Februar). Aus Pessimismus wird Euphorie. "Beides gibt nicht die Wirklichkeit wieder", meint Martin Enderle (60), früherer Umwelt- und zeitweilig auch Baudezernent der Stadt.