Agora - © Andreas Frücht
Agora | © Andreas Frücht

Bielefeld Kesselbrink: Neue Konzepte für den grünen Würfel

BGW will Pläne spätestens im März vorlegen

Heidi Hagen-Pekdemir

Bielefeld. Geht es im grünen Würfel bald weiter? Nach der Insolvenz, der Ankündigung eines Nachfolgers und der kurz darauf erteilten Absage zeichnet sich erneut ein Hoffnungsschimmer für das Gebäude auf dem Kesselbrink ab. "Wir denken über geänderte Konzepte nach", sagt Norbert Müller. Der Geschäftsführer der BGW (Bielefelder gemeinnützige Immobiliengesellschaft), der Besitzerin des Objekts, geht davon aus, "noch im Februar, spätestens aber bis März etwas Konkretes hinzubekommen". Derzeit werde auch über Alternativen diskutiert, etwa über die teilweise Nutzung des Gebäudes. "Doch selbstverständlich ist uns jeder willkommen, der das Objekt komplett übernimmt", erläutert Müller. Interessenten stellt er Starthilfe in Aussicht. So könnte die Pacht, 10.000 Euro ohne Nebenkosten, gestaffelt werden. Leer steht das ehemalige Agora, wie im alten Griechenland der Versammlungsplatz hieß, seit Juli 2015. Trotzdem sind die Gasträume mit Einbruch der Dunkelheit beleuchtet. Damit wolle man eine Szene fernhalten, deretwegen der Kesselbrink zunehmend in Verruf geraten ist, so Müller. Über Sicherheit und Drogenhandel auf dem Platz sorgt sich auch die Politik. Der Oberbürgermeister hat einen Runden Tisch einberufen. Glück sollte dem Platz zuletzt eine Burgerkette bringen. Doch "Hans im Glück" steckt offenbar momentan selbst im Unglück. Das Unternehmen verliert zwölf Filialen, darunter den erst am 16. November eröffneten Betrieb in Osnabrück. Hintergrund ist ein Streit zwischen dem Gründer und dem größten Franchisenehmer der Kette. Der will sein Geschäft künftig allein betreiben - unter anderem Namen.

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