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Bielefeld

Russlanddeutsche rufen trotzdem zur Demo gegen sexuelle Gewalt auf

Veranstalter nennt Silvesterübergriffe als Grund

29.01.2016 | 29.01.2016, 17:38

Bielefeld. Die Russlanddeutschen in Bielefeld und Umgebung rufen zu einer Demonstration gegen sexuelle Gewalt und Übergriffe auf Frauen am Sonntag, 31. Januar, auf. Beginn ist um 14 Uhr auf dem Rathausvorplatz. Hintergrund sind die Übergriffe gegen Frauen in der Silvesternacht in Köln, Hamburg, Bielefeld und anderen Städten.

Kein Grund spielt mehr die Geschichte der 13-jährigen Lisa aus Berlin, von der tagelang verbreitet wurde, sie sei Opfer eines sexuellen Übergriffs durch Flüchtlinge geworden. Mittlerweile hat sich herausgestellt, dass die Geschichte nicht stimmt.

Denis Pauli, Sprecher der Demonstrationsveranstalter, kritisiert die Berliner Staatsanwaltschaft: „Ihre schlechte und dürftige Informationspolitik hat erst alle misstrauisch gemacht."

Pauli rechnet mit mindestens 1.000 Teilnehmern. Ausdrücklich sei die Veranstaltung nicht nur an Russlanddeutsche, sondern an alle gerichtet, die ein Zeichen setzen wollten gegen das, was Frauen in der Silvesternacht angetan worden sei.