Übernimmt das Noodles: EhabTanus,ehemaliger Boca-Chica-Betreiber. - © Foto: Wolfgang Rudolf
Übernimmt das Noodles: EhabTanus,ehemaliger Boca-Chica-Betreiber. | © Foto: Wolfgang Rudolf

Bielefeld Neues mexikanisches Restaurant an der Hagenbruchstraße

Mexikaner folgt dem Noodles / Fringe im Westen geschlossen

Heidi Hagen-Pekdemir
18.01.2016 | Stand 25.01.2016, 13:58 Uhr

Bielefeld. Das Geheimnis ist gelüftet: Mexikanisch statt mediterran wird künftig im ehemaligen Noodles gekocht. Wobei das Restaurant dann einen neuen Namen bekommt: Jalapeno. So heißt auch die kleine scharfe Paprika, die nach der mexikanischen Stadt Xalapa benannt ist. Jalapeno-Betreiber Ehab Tanus ist in der Bielefelder Szene bekannt wie der sprichwörtliche bunte Hund – als Gastronom und als Tänzer. Von 1995 bis 2015 betrieb er das legendäre Boca Chica, mit seiner lateinamerikanischen Livemusik und den karibischen Cocktails ein Magnet für Gäste aus allen Teilen der Region. Dem Latino-Lifestyle eng verbunden gründete Tanus später die Eventagentur La Fiesta. Zum Carnival der Culturen und in Möbelhäusern hat er mit seinem Team das Publikum für Salsa und pikante Tacos begeistert. Und als Zumbatrainer bringt er bis heute tanzbegeisterten Damen den Hüftschwung in Vollendung bei. Zu Jalapeno, seinem neuen Projekt an der Hagenbruchstraße, hat Tanus ein Trip nach New York inspiriert. Mexikanische Küche sei in den USA ein ganz großes Thema, erzählt er. Modern zubereitet, mit vielen frischen Zutaten und wenig Fett. Ähnliche Gerichte sieht auch das Jalapeno-Konzept vor, außerdem vegetarische und vegane Varianten. Für den Außer-Haus-Verzehr kann die Kundschaft die unterschiedlichen Tacos, Nachos und Burritos im Parterre bestellen. Ende des Monats werden dort Tao Liu und seine Frau Xiaoyan Huang die Sushi-Bar schließen. Mit den langen Tischen wie im Noodles wird es ein für allemal vorbei sein. Der neue Mann setzt auf kleinere Einheiten.Während sich die letzten Noodles-Mitarbeiter nach einer langen Abschiedsparty mit ihren Stammgästen noch die Tränen trockneten, herrschte Trauer auch im Westen der Stadt. Das Fringe ist dicht. „RIP – Rest in Peace" (Ruhe in Frieden) so ist auf Facebook zu lesen. Zum „Reich, das aus dem Rahmen fällt", hatten seine Gründer das Fringe Empire an der Siegfriedstraße erklärt. Schräg war der Laden allemal mit den abgetretenen Perserbrücken am Boden, mit der trashigen Einrichtung vom Sperrmüll und den opulenten Ölgemälden in goldfarbenen Rahmen. Hinterm Tresen kümmerte sich Richard Steinhaus um die Getränke, in der Küche ließ sich Stephen Connolly immer wieder neue Gerichte einfallen, die es in der Gründungsphase vor drei Jahren noch in keinem anderen Restaurant der Stadt gab: Röstkartoffeln mit Pilzen, Steckrüben-Risotto mit Kürbisfrikadellen – Connolly, dem kreativen Koch aus Irland, schienen die Ideen nicht auszugehen. Auch Fleischesser hat er bedacht – an bestimmten Tagen mit Burgern und Steaks.

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