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Abschied: Günter Schwieren, Präsident des Bielefelder Landgerichts, war 36 Jahre lang in der Justiz tätig. Nun geht er in den Ruhestand . - © Andreas Zobe
Abschied: Günter Schwieren, Präsident des Bielefelder Landgerichts, war 36 Jahre lang in der Justiz tätig. Nun geht er in den Ruhestand . | © Andreas Zobe

Bielefeld Landgerichtspräsident Günter Schwieren geht in Ruhestand

Landgerichtpräsident verlässt nach neunjähriger Amtszeit die Justiz

01.12.2015 | Stand 30.11.2015, 20:33 Uhr

Bielefeld. 2006 war er an seinen ersten Studienort Bielefeld zurückgekehrt, nun geht er von Bord: Landgerichtspräsident Günter Schwieren verlässt nach neunjähriger Amtszeit die Justiz und tritt seinen Ruhestand an.

Günter Schwieren wurde 1950 in Hamm geboren. Dort legte er 1969 das Abitur ab und trat seinen Wehrdienst an. 1971 nahm er in Bielefeld für drei Semester das Jurastudium auf, das er in Münster fortsetzte. Nach dem ersten Staatsexamen, das 1976 in Hamm folgte, absolvierte Schwieren seine Referendarzeit im Landgerichtsbezirk Dortmund und legte das Assessorexamen in Düsseldorf ab.

Im Januar 1983 erhielt Schwieren eine Planstelle als Richter am Landgericht in Dortmund, wo er von 1985 bis 1987 Präsidialrichter war. 1990 wurde Schwieren an das Landesjustizministerium abgeordnet.
Nachfolge noch nicht abschließend geklärt
Im November 1990 trat der scheidende Landgerichtspräsident seine Tätigkeit in einem Zivilsenat beim Oberlandesgericht (OLG) in Hamm an. Es folgten die Ernennung zum Vizepräsidenten des Landgerichts in Essen sowie 2001 zum Vizepräsidenten des OLG. Am 1. Juli 2006 trat der promovierte Jurist die Nachfolge von Uwe Jürgens als Präsident des Bielefelder Landgerichts an.

Während seiner Tätigkeit am Bielefelder Landgericht war Schwieren jedoch nicht nur für Verwaltungsaufgaben zuständig, sondern saß darüber hinaus der 20. Zivilkammer – einer Berufungskammer – vor. „Die Rechtsprechung machte jedoch lediglich etwa 15 Prozent meines Arbeitsalltags aus“, sagt Schwieren. „Das habe ich zeitweilig etwas bedauert, da ich ja den Beruf des Richters und nicht den eines Verwaltungsmenschen ergriffen hatte.“ 36 Jahre lang war der verheiratete Familienvater in der Justiz tätig. Es sei, so Schwieren, eine Zeit voller Spannung gewesen: „Ich würde es wieder machen“, so sein Fazit. „Eine Achillesferse habe ich jedoch“, räumt Schwieren ein, „und das ist das Gebäude.“ Die gesamte Dienstzeit sei von Umbau- und Renovierungsarbeiten am Landgericht begleitet gewesen: „Das hatte ja manchmal auch eine erhebliche Lärmbelästigung zur Folge.“ Die zuständigen Gremien haben sich bislang noch nicht abschließend mit der Frage der Nachfolge Schwierens befasst.

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