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Schnell: Bei den Frauen gewann Karolina Kierzowski (3.v.r.). - © Andreas Frücht
Schnell: Bei den Frauen gewann Karolina Kierzowski (3.v.r.). | © Andreas Frücht

Bielefeld Teilnehmerrekord bei „Run & Roll Day“

Genau 5.178 Läufer und Skater gestern auf dem abgesperrten Ostwestfalendamm

Thomas Güntter
14.09.2015 | Stand 14.09.2015, 13:12 Uhr |

Bielefeld. Mit einem Teilnehmerrekord von 5.178 Aktiven ging gestern der zwölfte „Stadtwerke Run & Roll Day“ auf dem Ostwestfalendamm zu Ende. Nach Angaben von Stadtwerke-Chef Friedhelm Rieke standen rund 35.000 Zuschauer am Rande der Strecke und feuerten die Läufer an. Im letzen Jahr nahmen rund 3.500 Aktive teil, im Jahr 2006 waren es 4.760. Die Gründe für den Teilnehmeranstieg erklärt Rieke mit der Lage der Sommerferien. Schulen und Firmen hätten genug Zeit gehabt, Mannschaften zusammenzustellen und zu trainieren. Außerdem sei der „Run & Roll Day“ im zwölften Jahr eine etablierte Veranstaltung. In vielen Vereinen sei der zweite Sonntag im September fest gebucht. Auch im nächsten Jahr werde es wieder einen „Run & Roll Day“ geben. Einen sprunghaften Anstieg erlebte der Schülerlauf, der auf 2.157 Teilnehmer wuchs, mehr als das Doppelte vom letzten Jahr. Bei den Grundschulen gewannen die Schüler aus Dornberg/Schröttinghausen, gefolgt von der Eichendorff- und der Sudbrackschule. Bei den weiterführenden Schulen gewann die Gertrud-Bäumer-Realschule, vor dem Gymnasium Brackwede und dem Helmholtzgymnasium.Zum Glück kein "Swim and Roll Day" Das Wichtigste neben den Teilnehmern war das Wetter und das hielt bis zum späten Nachmittag. Das war nicht selbstverständlich nach den wolkenbruchartigen Regenfällen vom Samstagabend. Viele befürchteten schon, dass der etablierte Wettbewerb auf Bielefelds Stadtautobahn in „Swim and Roll Day“ umgetauft werden muss. Aber nichts da. Als die Skater um 10 Uhr auf die 17 Kilometer lange Strecke des Highway-Roll & Speed gingen, war die Fahrbahn noch ein wenig feucht. Trotzdem schraubten die Cracks wenige Minuten vor dem Start auf trockene Verhältnisse um und wechselten die Räder. Der Westdeutsche Speedskating-Lauf führt über 17 Kilometer. Die Strecke besteht aus 2,5 Runden, die durch den Ostwestfalendamm-Tunnel führen. Die Steigung nach dem Tunnel ist kräftezehrend. Trotzdem kamen die Besten auf einen Stundenschnitt von rund 35 Kilometern. Sportmoderator Rene Jacobs, der die Ansagen machte, feuerte das Publikum an: „Los, Leute, bewegt die Arme und klatscht für die Läufer.“87 Mannschaften beim Teamlauf Ab 11 Uhr hatten die Rollen Feierabend. Dann starteten die Läufe auf Schuhen. Der erste war der MoBiel-Schülerlauf über 2,1 Kilometer. Kai-Uwe Steinbrecher, Leiter des Geschäftsbereichs Technik der Stadtwerke, gab den Startschuss. Martin Sprenger, Lehrer an der Grundschule Brake, trat den Lauf mit der Schulfahne an. Beim Stadtwerke OWD-Cup starteten 988 Läufer. Sehr beliebt war wieder das Bitel-Teamrunning. 87 Teams mit insgesamt 1.307 Läufern präsentierten sich sportlich und in fantasievollen Kostümen. Miele kam mit einem großen Staubsauger, die Stadtwerke schoben ein Becken vor sich her, in dem Enten schwammen. Die Läufer hatten sich auch Entenkostüme umgebunden. In den Zeit zwischen den Läufen sorgten die BMX- und Inlineskate-Profis mit ihren waghalsigen Tricks auf der Rampe für Unterhaltung. Allen voran der Bielefelder Benjamin Kopp, Meister auf der Halfpipe.

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