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Eduard R. Dörrenberg. - © FOTO: SARAH JONEK
Eduard R. Dörrenberg. | © FOTO: SARAH JONEK
Bielefeld/Schanghai

"Eine der saubersten Sportarten"

DAS INTERVIEW: Alpecin-Geschäftsführer Dörrenberg begründet den Einstieg in die Radprofi-Branche

VON TORSTEN ZIEGLER
26.09.2014 | Stand 25.09.2014, 12:18 Uhr

Bielefeld/Schanghai. Bis gestern noch trieb Eduard R. Dörrenberg (46) die Asien-Geschäfte seines Unternehmens in Schanghai voran. In Deutschland hatte der geschäftsführende Gesellschafter der Bielefelder Dr. Wolff-Gruppe, deren bekanntestes Produkt das Haarshampoo Alpecin ist, schon am frühen Morgen für Furore gesorgt: Mit der Bekanntgabe einer Vier-Jahres-Partnerschaft mit dem Radprofi-Team der deutschen Top-Stars Marcel Kittel und John Degenkolb. Aus dem Team Giant-Shimano wird ab Januar 2015 das Team Giant-Alpecin. Seine Gründe für die Investition erklärt Dörrenberg vor dem Heimflug im Gespräch mit Torsten Ziegler.

Herr Dörrenberg, warum machen Sie das?

EDUARD R. DÖRRENBERG: Ganz einfach: Das Engagement im Radsport ist ein wesentlicher Bestandteil unserer Globalisierungsstrategie. Der Radsport boomt weltweit, und zwar sowohl im Hobbybereich, in dem wir mit unserem Jedermann-Team weiterhin präsent bleiben werden, als auch im Leistungssport. Wir transportieren mit diesem Engagement auch unsere Produkte wie Alpecin in die Welt. Das ist eine ideale Konstellation und von unserer Seite klassisches Sponsoring.

Über den Einstieg Ihres Unternehmens bei einem Profiteam wurde bereits vor zwei Jahren während der Tour de France gesprochen. Warum sehen Sie genau jetzt den richtigen Zeitpunkt gekommen?

DÖRRENBERG: 2012 war es nicht annähernd so konkret wie es damals berichtet wurde. Jetzt gibt es zwei Gründe. Erstens: Einerseits glauben wir in der Kombination mit Giant und dem Team eine perfekte Konstellation gefunden zu haben, die es wert ist, diese Chance zu ergreifen. Zweitens: Giant ist in Asien auf einem Markt präsent, auf dem auch wir mit unseren Produkten sehr aktiv sind.

Woher rührt ihr Herz für den Radsport, sitzen Sie häufig selbst im Sattel?

DÖRRENBERG: Ja, ich fahre regelmäßig, es ist eine meiner Lieblingsbeschäftigungen, allerdings fahre ich wegen terminlicher Verpflichtungen leider viel zu selten in der Natur. Stattdessen sitze ich dann auf dem Ergometer. Als Kind schon hat mich die Radrennbahn in Augustdorf fasziniert.

Und mit welchem Blick haben Sie später auf den Profiradsport geschaut, auch auf die sogenannte dunkle Zeit, angefangen mit der Festina-Affäre 1998 und dem Kollaps des Team Telekom 2006?

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