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Nina Trodtfeld aus Halle mit ihren beiden Söhnen Benjamin (1) und Lukas (11) im Lenkwerk. Der knallrote Alfa Romeo aus Neuss hat es vor allem dem Kleinen angetan. Die Familie ist das dritte Mal im Lenkwerk. - © FOTOS: BARBARA FRANKE
Nina Trodtfeld aus Halle mit ihren beiden Söhnen Benjamin (1) und Lukas (11) im Lenkwerk. Der knallrote Alfa Romeo aus Neuss hat es vor allem dem Kleinen angetan. Die Familie ist das dritte Mal im Lenkwerk. | © FOTOS: BARBARA FRANKE

Bielefeld Italienische Träume

Beim Zwei- und Vierradtreffen im Lenkwerk ging’s südländisch zu / Etappenstart der Creme-21-Rallye

VON ARIANE MÖNIKES
24.09.2014 | Stand 22.09.2014, 21:28 Uhr

Mitte. Maserati, Ferrari, Lamborghini oder auch Alfa Romeo – bei diesen legendären Marken schlagen nicht nur die Herzen der Auto-Liebhaber höher. Zum 3. Italienischen Zwei- und Vierradtreffen im Lenkwerk zog es jetzt 3.000 Besucher. Ein Höhepunkt der Veranstaltung war die Abfahrt der Creme-21-Rallye mit knapp 200 Fahrzeugen.

Wenn er schon einen Führerschein hätte, dann würde er am liebsten Lamborghini fahren. In Giftgrün, so wie er beim Italien Day im Lenkwerk ausgestellt ist, sagt Lukas Trodtfeld. Gemeinsam mit seinen Eltern und Geschwistern schaut sich der Elfährige Hallenser die Ausstellung an.

Information

INFO: Das Lenkwerk

2011 wurde das Lenkwerk am Stadtholz eingeweiht.

Innerhalb von nur wenigen Monaten wurde aus dem baufälligen ehemaligen Bekleidungsamt der Luftwaffe eine Anlaufstelle für Oldtimerenthusiasten aus ganz Deutschland geschaffen.

1994 war der Gebäudekomplex unter Denkmalschutz gestellt worden.

Die Familie ist schon das dritte Mal im Lenkwerk. "Hier gibt’s einfach immer was zu gucken", sagt Mutter Nina Trodtfeld (30).

Für staunende Blicke sorgt an diesem Tag vor allem der Alfa Romeo RL, Baujahr 1923, mit 6-Zylinder-Motor und 3 Liter Hubraum. "Der wohl älteste existierende Alfa Romeo weltweit", sagt Alfred Bauer, Geschäftsführer von "Sports and Classics – Historische Fahrzeuge" aus Düsseldorf. Er hat das Auto für den Italien Day nach Bielefeld geholt.

Der Wagen ist in Besitz einer Familie aus Süddeutschland, weiß er. Die Geschichte des Autos beeindruckt Bauer noch immer: 70 Jahre gehörte der Alfa einer Familie aus Argentinien, wurde dort vor 20 Jahren im Garten gefunden. "Der Wagen war alles andere als fahrtüchtig", sagt Bauer.

Der Opel Ascona von 1976 ist nicht nur farblich ganz weit vorne.
Der Opel Ascona von 1976 ist nicht nur farblich ganz weit vorne.

Das Auto wurde technisch instand gesetzt, hat nur noch keine TÜV-Plakette.

Mit so einem Wagen sei Enzo Ferrari, italienischer Rennwagenfahrer und Ferrari-Gründer, früher Rennen gefahren, sagt Bauer. Über Frank Walsdorff, mit "Feine Bleche" im Lenkwerk vertreten, kam der Kontakt nach Bielefeld zustande.

Viele Zuschauer hatte auch die Creme-21-Youngtimer-Rallye. Vom giftgrünen Porsche 911 Targa bis hin zum  Citroën CX mit seinem berühmten Science-Fiction-Armaturenbrett war bei der 7. und letzten Etappe der Rallye alles dabei.

Zum 13. Mal fand die Rallye bereits statt, zum ersten Mal ging’s von Bielefeld über Enger nach Borgholzhausen.

Der Startschuss für die ersten, Gabriela und Sebastian Stegmeyer aus Hamburg im Mercedes Benz 550 SL, Baujahr 1991, fiel in strömendem Regen. Da fuhr keiner offen. Im 30-Sekunden-Takt folgten die restlichen Fahrzeuge. So manch ein Youngtimer-Fan lichtete mit seiner Kamera jedes Fahrzeug ab.

Trotz des anfänglich regnerischen Wetters war Lenkwerk-Managerin Kerstin Dirkschnieder sehr zufrieden mit der Veranstaltung. "Es gab ja nicht nur draußen genügend zu sehen, sondern auch drinnen." Viele Besucher hätten während der Regenschauer Zeit in der Ausstellung verbracht und das ein oder andere Auto genauer unter die Lupe genommen.

Italienische Spezialitäten durften an einem solchen Tag natürlich auch nicht fehlen.

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