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Kreis Gütersloh/Bielefeld Baby einer 16-Jährigen bleibt bei Pflegefamilie

Teenager entscheidet sich gegen betreutes Wohnen

VON KATRIN CLEMENS
06.09.2014 | Stand 06.09.2014, 13:26 Uhr

Kreis Gütersloh/Bielefeld. Die 16-jährige Mutter, deren Baby das Jugendamt bereits kurz nach der Geburt in Obhut genommen hatte, hat einen Platz im Mutter-Kind-Wohnheim abgelehnt. Ihre mittlerweile rund fünf Wochen alte Tochter wird nun weiterhin bei Pflegeeltern bleiben.

Die Jugendliche lebte bis zur Geburt in einem Wohnheim in Rheda-Wiedenbrück, brachte ihr Kind aber im Bielefelder Franziskus-Hospitals zur Welt. Weil die Behörden eine akute Gefährdung des Kindeswohls sahen, nahmen sie den Säugling in ihre Obhut. Die genauen Gründe dafür machten die Beamten nicht öffentlich.

Als einzige Möglichkeit, um Mutter und Kind zusammenzubringen, sahen die Mitarbeiter des Jugendamtes ein Wohnheim. In der speziellen Einrichtung werden Mütter und Kinder rund um die Uhr betreut. Dort war bereits ein Platz für die junge Mutter reserviert. "Sie hatte einen Monat lang Zeit, um sich dazu zu entscheiden, hat es aber nicht getan", sagt Beate Balsliemke vom Kreis Gütersloh.

Von den Jugendämtern hatte sich die 16-Jährige bereits während ihrer Schwangerschaft unangemessen behandelt gefühlt. Sie selbst sah sich durchaus in der Lage, für ihre Tochter zu sorgen und möchte gerne in der Nähe ihrer Familie leben. Aus Kritik am Jugendamt verweigert sie die größtenteils die Zusammenarbeit und will mit einem Anwalt gegen die Entscheidung vorgehen.

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