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Bielefeld Vier Verletzte bei zwei schweren Unfällen auf der A 2 bei Bielefeld

Autobahn Richtung Hannover mehr als sieben Stunden gesperrt

11.07.2014 | Stand 12.07.2014, 09:38 Uhr
Zwei schwere Unfälle

auf der A 2 bei Bielefeld - © Bielefeld
Zwei schwere Unfälle
auf der A 2 bei Bielefeld | © Bielefeld

Bielefeld (nw). Auf der Autobahn 2 bei Bielefeld kam es am Freitagabend zu zwei schweren Unfällen, bei denen zwei Menschen schwer und zwei weitere leicht verletzt worden sind. Der zweite Unfall, ein Lkw-Unfall, geschah in Folge des ersten Unfalls, bei dem ein Wohnmobil auf die Seite stürzte. Die Autobahn 2 musste in Richtung Hannover zwischen den Anschlussstellen Bielefeld-Süd und Bielefeld-Ost bis in die Nacht zu Samstag gesperrt werden. In Richtung Dortmund rollte der Verkehr zumindest auf einer Spur wieder, nach Mitternacht auch auf allen Spuren wieder.

Zu dem ersten Unfalll, bei dem ein Wohnmobil auf die Seite stürzte und die komplette Autobahn blockierte, kam es, als ein Bielefelder VW-Polo den langsam fahrenden Verkehr im Steigungsstück des Bielefelder Berges zu spät bemerkte. Er kollidierte auf dem linken Fahrstreifen mit einem vorausfahrenden polnischen Volvo-Fahrer.

Dieser wurde hierdurch seitlich versetzt gegen das Heck eines auf dem mittleren Fahrstreifen langsam fahrenden Wohnmobils geschleudert, wodurch dieses auf die Fahrerseite stürzte. Bei diesem Verkehrsunfall wurden der 59-jährige Fahrer aus Minden leicht- und seine gleichaltrige Ehefrau schwer verletzt. Das Ehepaar wurde mit dem Rettungswagen in ein Bielefelder Krankenhaus gebracht. Die beiden Autofahrer blieben unverletzt.

- © FOTO: ANDREAS EICKHOFF
Schwerer Unfall bei Bielefeld | © FOTO: ANDREAS EICKHOFF

Im – durch diesen Verkehrsunfall verursachten – Stau stießen am Stauende kurz danach zwei Lkw zusammen. Ein 46-jähriger Mindener erkannte das Stauende aus noch nicht geklärten Umständen nicht und fuhr mit seinem unbeladenen Tiertransporter auf den vor ihm nahezu stehenden Sattelzug eines 33-jährigen polnischen Lkw-Fahrers auf.

Der Tiertransporter schleuderte nach der Kollision in die Mittelschutzplanke und blieb hier vor dem Pfosten einer Schilderbrücke stehen. Nach der Bergung des Tiertransportfahrers wurde dieser schwer verletzt mit dem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus Bielefeld-Mitte geflogen. Der polnische Lkw-Fahrer wurde leicht verletzt.

Für die Dauer der Unfallaufnahme und Bergungsarbeiten musste die Fahrrichtung Hannover bis nach Mitternacht komplett gesperrt werden. Der Verkehr wurde über das Autobahnkreuz Bielefeld auf die A 33 abgeleitet. Die Verkehrsteilnehmer, die sich zwischen dem Autobahnkreuz und den beiden Unfallorten im Stau befanden, konnten ab 20 Uhr über den Seitenstreifen die Unfallstellen passieren und ihre Fahrt fortsetzen.

Die Richtungsfahrbahn Dortmund musste für die Landung des Rettungshubschraubers bis 19.45 Uhr komplett gesperrt werden. Der linke und mittlere Fahrstreifen mussten auch hier bis in die späten Abendstunden gesperrt bleiben: Ausgelaufene Betriebsstoffe des in die Mittelschutzplanke geschleuderten Lkw hatten hier die Fahrbahn auf einer Länge von 500 Metern gefährlich glatt verunreinigt.

Auf beiden Richtungsfahrbahnen bildete sich jeweils Staus von bis zu acht Kilometern. Auch auf den ausgewiesenen Umleitungsstrecken im Großraum Bielefeld/Gütersloh kam es zu erheblichen Verkehrsstörungen.

Den entstandenen Sachschaden beziffert die Polizei mit ca. 120.000 Euro.

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