Der Hyundai des 78-jährigen Bielefelders landete im Graben. - © Charlotte Mahncke
Der Hyundai des 78-jährigen Bielefelders landete im Graben. | © Charlotte Mahncke

Bielefeld/Herford Zwei Verletzte: Geländewagen prallt im Gegenverkehr gegen Renault mit drei Kindern

78-Jähriger wollte Ursache für Stau sehen und geriet dabei in den Gegenverkehr. Zweijähriges Mädchen und der Verursacher kommen ins Krankenhaus

Jens Reichenbach

Bielefeld/Herford. Die Neugierde eines 78-jährigen Hyundai-Geländewagen-Fahrers hat am Freitagnachmittag einen Unfall im Gegenverkehr ausgelöst. Der Rentner und ein zweijähriges Mädchen mussten anschließend ins Krankenhaus gefahren werden. Wie die Polizei am Unfallort mitteilte, fuhr der 78-Jährige kurz nach 16 Uhr auf der Vilsendorfer Straße in Richtung Herford, als er am Ende eines Staus, kurz vor der Kreuzung Lübbecker Straße, auf Herforder Gebiet (Höhe des Reiterhofs Brinkmann) nach links auf die Mittellinie gefahren sei, um nach dem Grund für den Stau zu sehen. In diesem Moment kam ihm der Renault Kangoo einer 30-jährigen Mutter aus dem Kreis Lippe mit ihren drei Kindern (2, 4, 11) entgegen. Es kam zu einem seitlichen Zusammenstoß, der Hyundai landete anschließend links im Graben. Der Unfallverursacher wurde vom Rettungsdienst aus seinem Fahrzeug geholt und mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus gefahren. Die Mutter und ihre drei Kinder kamen in dem stark demolierten Renault mit dem Schrecken davon. Trotzdem entschied der Rettungsdienst später, die zweijährige Tochter in Begleitung ihrer Mutter zur Beobachtung ins Krankenhaus zu fahren. Die Aussage des 78-Jährigen passt nicht zu den Unfallspuren Nach Angaben des 78-jährigen Bielefelders habe er noch vor dem Zusammenstoß nach links die Flucht ergriffen und sei deshalb im Graben gelandet. Doch die Unfallspuren an dem auf der Fahrerseite schwer beschädigten Kangoo sprechen eine andere Sprache. Deshalb dauerten die Unfallermittlungen noch bis etwa 18.30 Uhr an. Die Polizei bat den 78-Jährigen um einen Alkoholtest. Der Hyundai musste aus dem Graben geborgen werden. Die Feuerwehr war mit der Berufsfeuerwehr sowie den Löschabteilungen Vilsendorf und Jöllenbeck im Einsatz.

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