Von 1936: Maik Dissmann war mit seinem „Lanz-Bulldog" aus Borgholzhausen angereist. Er demonstrierte auf Wunsch auch das Vorglühen mit einem Bunsenbrenner und das anschließende Anlassen mit Hilfe des abgenommenen Lenkrades an der Seite des historischen Traktors. Fotos: Natalie Gottwald - © Natalie Gottwald
Von 1936: Maik Dissmann war mit seinem „Lanz-Bulldog" aus Borgholzhausen angereist. Er demonstrierte auf Wunsch auch das Vorglühen mit einem Bunsenbrenner und das anschließende Anlassen mit Hilfe des abgenommenen Lenkrades an der Seite des historischen Traktors. Fotos: Natalie Gottwald | © Natalie Gottwald

Herford/Jöllenbeck Beim Alt-Traktoren-Treffen steht historische Technik im Mittelpunkt

Nach fünf Jahren Pause gab es wieder ein Treffen der Freunde der alten Landmaschinen

Natalie Gottwald

Herford/Jöllenbeck. Nach ganzen fünf Jahren Pause konnte auch das spürbar kühlere und speziell am Samstag wechselhafte Wetter die Freunde historischer Traktoren nicht von einem rundum gelungenen Alt-Traktoren-Treffen abhalten. Auf dem Hof von Thomas Milse an der Eickumer Straße 290c in Bielefeld-Jöllenbeck haben die Freunde der alten Landmaschinen einen neuen Platz für ihr Treffen gefunden. Und der Schritt über die Stadtgrenze Herfords hinaus hat sich gelohnt: „Die Stimmung ist super, alle freuen sich, dass wir uns wieder treffen können", fasst der Vorsitzende des Alt-Traktoren-Clubs, Stefan Kirberg, zusammen. „Das Gelände ist hervorragend geeignet. Wir können die Fahrzeuge zeigen und auch auf der Wiese in unseren Campingwagen – dem so genannten Fahrerlager – übernachten." Und so fanden sich auch insgesamt rund 140 historische Fahrzeuge – vom Lanz-Bulldog über 50er-Jahre-Schmuckstücke von Deutz bis hin zum alten Porsche-Traktor – auf dem Gelände ein. Mit dem wohl ältesten Gefährt war Maik Dissmann aus Borgholzhausen angereist: ein Lanz-Bulldog aus dem Jahr 1936. "Einen Zündschlüssel braucht man für den Lanz-Bulldog nicht" Er demonstrierte für Besucher auch die alte Technik des Traktors, indem er per Hand – mit Hilfe eines Bunsenbrenners – den Dieselmotor vorglühte. „Einen Zündschlüssel braucht man nicht", sagt Dissmann und nimmt kurzerhand das Lenkrad des Fahrzeuges ab. Das steckt er dann in eine Vorrichtung an der Seite des Traktors. Einmal kurz gedreht, und der vorgeheizte Ein-Zylinder-Dieselmotor schnurrt wie ein Kätzchen. Für die kleinen Besucher hatte der Verein ein Treckerkarussell organisiert. „Eigentlich ist hier für jeden etwas dabei", sagt Kirberg. „Die Älteren können sich noch gut an die Technik von damals erinnern, und die Jüngeren sind begeistert, weil sie so etwas noch nie gesehen haben." Der zweite Tag, der Sonntag, brachte den ehrenamtlichen Organisatoren dann mit beständigerem Wetter auch richtig viele Besucher. Der Alt-Traktoren-Club Herford hat insgesamt 60 Mitglieder. „Wir möchten uns jetzt wieder alle zwei Jahre treffen", sagt Kirberg. „Gerne hier in Jöllenbeck."

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