Mit zwei Drehleitern gingen die Brandbekämpfer gegen die Flammen im ausgebauten Dachgeschoss vor. - © Oliver Krato
Mit zwei Drehleitern gingen die Brandbekämpfer gegen die Flammen im ausgebauten Dachgeschoss vor. | © Oliver Krato

Bielefeld Erheblicher Schaden bei Dachstuhlbrand in Bielefeld-Jöllenbeck

15 Bewohner und eine Katze gerettet. 35 Einsatzkräfte kämpfen gegen die Flammen

Jens Reichenbach
Jürgen Mahncke

Bielefeld-Jöllenbeck. Am Freitagnachmittag musste die Feuerwehr einen größeren Dachstuhlbrand an der Jöllenbecker Straße bekämpfen. Gegen 16 Uhr hatten Bewohner eines Wohnhauses Rauch im Dach bemerkt und die Feuerwehr gerufen, wenig später brannte es im gesamten Spitzboden des zweigeschossigen Hauses. Als die rund 45 Einsatzkräfte der Feuerwehr (Wache Nord, Wache West sowie die Löschabteilungen Jöllenbeck, Theesen und Vilsendorf) am Brandort auf Höhe der Amtsstraße eintrafen, hatten sich die 15 Bewohner bereits ins Freie gerettet, sagte Feuerwehreinsatzleiter Rainer Kleibrink. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich das Feuer bereits auf alle Räume des ausgebauten Dachbodens ausgedehnt. Die Feuerwehr ging über zwei Drehleitern von außen gegen die Flammen vor. Dabei entfernten die Einsatzkräfte Dachpfannen und öffneten gezielt die Dachhaut, um möglichst wenig Löschwasser einsetzen zu müssen. Dachgeschoss unbewohnbar - Die Stadt kümmert sich um Notunterkünfte Beim Innenangriff über das Treppenhaus konnten zwei Brandbekämpfer sogar noch eine verschreckte Katze ausfindig machen und ins Freie retten. Die Bewohner aus Syrien und dem Irak hatten sie in der Eile nicht mehr gefunden und zurückgelassen. Keiner der Flüchtlinge, die in dem Privathaus leben, wurde nach Auskunft des Rettungsdienstes verletzt. Der entstandene Gebäudeschaden wurde später auf 40.000 bis 50.000 Euro geschätzt. Zumindest der ausgebaute Dachboden und die Wohnung darunter sind nicht mehr bewohnbar. Die Stadt hat sich nach Angaben der Feuerwehr um Notunterkünfte für die betroffenen Bewohner gekümmert. Die Jöllenbecker Straße musste während der Löscharbeiten komplett gesperrt werden. Es kam zu empfindlichen Staus in beide Richtungen. Die Busse von MoBiel kamen nur mit spürbaren Verspätungen weiter.

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