Vor der Bombenentschärfung musste ein Braker Wohngebiet mit knapp 100 Betroffenen evakuiert werden. Einem Mercedes-Fahrer passte das nicht. Er hätte deshalb fast einen Feuerwehrmann angefahren. - © Christian Weische
Vor der Bombenentschärfung musste ein Braker Wohngebiet mit knapp 100 Betroffenen evakuiert werden. Einem Mercedes-Fahrer passte das nicht. Er hätte deshalb fast einen Feuerwehrmann angefahren. | © Christian Weische

Bielefeld Ausgerastet: Wütender Autofahrer rast auf Bielefelder Feuerwehrmann zu

42-Jähriger will Sperrung während der Bombenräumung in Brake nicht akzeptieren

Bielefeld-Brake. Die Bombenentschärfung am vergangenen Mittwoch, 27. Februar, in Brake verlief reibungslos. Für einen Bielefelder wird es dennoch ein Nachspiel haben. Wie die Polizei jetzt mitteilte, fuhr der aggressive Autofahrer fast einen Feuerwehrmann an, der gerade die Straße gesperrt hatte. Nach Angaben von Polizeisprecherin Caroline Bultmann hatte die Feuerwehr gegen 15.30 Uhr die Grafenheider Straße gesperrt, weil gegen 17 Uhr ein Blindgänger in einem nahegelegenen Feld entschärft werden sollte. Für knapp 100 Bürger bedeutete das auch, ihr Wohnhaus vorübergehend zu verlassen. Um die Sperrung an der Grafenheider Straße deutlich zu machen hatten die Einsatzkräfte ein Feuerwehrfahrzeug mit Blaulicht quer auf die Straße gestellt. Zwei Feuerwehrmänner standen dort, um Verkehrsteilnehmer über die nötigen Sperrungen zu informieren. Er beschleunigte direkt auf die Feuerwehrmänner zu Doch ein 42-jähriger Braker hörte sich das gar nicht erst an. Er fuhr mit seinem Auto bis kurz vor die Absperrung und schrie die Feuerwehrleute an, dass sie Platz machen sollten. Lautstark diskutierte er daraufhin mit den Feuerwehrmännern, weil sie ihn nicht mehr in das evakuierte und gesperrte Gebiet fahrenlassen wollten. Bultmann berichtet: „Daraufhin setzte der Braker mit seinen Mercedes C-Klasse zurück, dann ließ er den Motor laut aufheulen und fuhr stark beschleunigt direkt auf einen der Feuerwehrmänner zu. Dieser sprang zur Seite, um einen Zusammenprall zu verhindern." Der 42-Jährige legte zwar eine Vollbremsung ein, kam aber erst hinter dem Punkt zum Stehen, wo zuvor noch der Feuerwehrmann gestanden hatte. Ein Polizeibeamter, der das Geschehen zufällig beobachtet hatte, wies daraufhin den Mercedes-Fahrer zurecht und nahm schließlich auch die Personalien des 42-Jährigen auf, nachdem beide Feuerwehrleute Anzeige gegen den Autofahrer erstatteten. Gegen den Autofahrer wird seitdem wegen „Gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr" ermittelt.

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