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Planer: (v.l.) Martin Richardt, Dagmar Maaß, Daniel Stober und Martin Wörmann. - © Andreas Zobe
Planer: (v.l.) Martin Richardt, Dagmar Maaß, Daniel Stober und Martin Wörmann. | © Andreas Zobe

Bielefeld Bürger sprechen bei Gestaltung des Lutter-Grünzugs mit

Planung: Der 4,5 Kilometer lange Park zwischen Teutoburger Straße und Heepen soll verbessert werden. Das Umweltamt lädt in der nächsten Woche zu einer „Werkstatt“ ein, in der es um Vorschläge und Ideen geht

Sebastian Kaiser
14.01.2017 | Stand 13.01.2017, 17:37 Uhr

Mitte/Heepen. Im Lutter-Grünzug steht in den nächsten Jahren eine ganze Reihe von Veränderungen an: Der Bach soll renaturiert werden, für den Hochwasserschutz sind etliche Baumaßnahmen notwendig und die Stauteiche müssen entschlammt werden. Gleichzeitig soll der Grünzug zwischen Teutoburger Straße und dem Leitenhof in Heepen umgestaltet und verbessert werden. Dabei können die Bürger mitreden. „Wir wollen erfahren, welche Wünsche die Menschen, die den Grünzug zur Erholung oder als Wegeverbindung nutzen, haben und welche Verbesserungen sie sich vorstellen können", sagt Martin Richardt vom Essener Planungsbüro dtp, das das Konzept für die Gestaltung des 4,5 Kilometer langen Parks entlang der Lutter aufstellen wird. Sollen Spielplätze vergrößert, Wege verbreitert, Grillplätze oder Skaterflächen angelegt werden, sollen Tret- und Modellboote fahren oder Stege gebaut werden? „Wir sind zunächst für alle Anregungen offen, erst später wird sich zeigen, was technisch und finanziell machbar ist", so Richardt. „Ideen, wie man die Wasserflächen nutzen kann, sind ausdrücklich erwünscht sagt Umweltamtsleiter Martin Wörmann. „Rund 36.000 Menschen wohnen im Einzugsbereich des Grünzuges mit dem in den 1930er Jahren gebauten Stauteichen. Hier gibt es Grün und Wasser wie in keiner anderen Grünanlage in Bielefeld", sagt Wörmann. Dagmar Maaß vom Umweltamt ergänzt: „Wir wollen die Kombination aus Erholung und Wegeverbindung erhalten und weiterentwickeln, aber die Qualität verbessern. Es geht um Spielplätze und Liegeflächen, aber auch um Blumenwiesen oder Biotoper für Frösche." Bis zum Sommer sollen die Pläne stehen, erste Baumaßnahmen könnten 2018 folgen. „Es könnte auch sein, dass bestimmte Vorhaben erst in fünf Jahren umgesetzt werden", so Maaß. Dafür stehen rund eine Million Euro aus dem Konjunkturprogramm des Bundes sowie weitere 300.000 Euro aus dem Nachlass der 1985 verstorbenen Elisabeth Generotzky zur Verfügung. Das Büro dtp hat den Grünzug bereits eingehend unter die Lupe genommen und etliche Schwachstellen ausgemacht. „Die Teiche und die Lutter sind teilweise stark eingewachsen, Es gibt Rastplätze, die sind arg in die Jahre gekommen. Von den Bänken aus blickt man vor grüne Hecken, aber nicht aufs Wasser", sagt Martin Richardt. Auch bei Spiel- und Bolzplätzen gebe es „Luft nach oben". ¦ Die „Bürgerwerkstatt Luttergrünzug" findet am Donnerstag, 19. Januar, von 19 bis 21 Uhr im Gemeindehaus der Apostelkirche an der Brückenstraße 35a statt. Nach einem virtuellen Rundgang diskutieren die Teilnehmer mit Umweltdezernentin Anja Ritschel und können Verbesserungsvorschläge machen.

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