Die Feuerwehr musste einige der 20 Bewohner rettungsdienstlich betreuen. Sie hatten im Freien über Reizhusten geklagt. - © Christian Mathiesen
Die Feuerwehr musste einige der 20 Bewohner rettungsdienstlich betreuen. Sie hatten im Freien über Reizhusten geklagt. | © Christian Mathiesen

Bielefeld Kellerbrand in Bielefeld - Mehrparteienhaus in der Nacht evakuiert

Bewohnerin bemerkt um 3.20 Uhr Rauchmelder und weckt alle Nachbarn

Jens Reichenbach
10.03.2019 | Stand 10.03.2019, 12:12 Uhr

Bielefeld-Gadderbaum. Mitten in der Nacht hat ein Rauchmelder eine Hausbewohnerin an der Hohenzollernstraße in Bielefeld-Gadderbaum geweckt. Vorbildlich sah die Frau im Keller nach dem Rechten und weckte alle Bewohner des Hauses, nachdem klar war: Es brennt im Keller. Wie Feuerwehreinsatzleiter Christian Gräfe bestätigte, ging der Notruf zu dem Kellerbrand um 3.22 Uhr bei der Leitstelle der Feuerwehr ein. Als die 22 Einsatzkräfte von Berufsfeuerwehr und Löschabteilung Gadderbaum-Bethel eintrafen, waren bereits sechs Bewohner im Freien. "Es handelte sich um einen gemeinsamen Keller für zwei Mehrparteienhäuser. Deshalb mussten wir auch die Bewohner aus dem Nachbarhaus rausschicken." Vorbildlich, so Gräfe, hatte die Erstmelderin bereits ihre Nachbarn wachgeklingelt und über den Brand im Haus informiert. Rettungsdienst im Einsatz: Einige Bewohner klagten über Reizhusten Tatsächlich klagten draußen im Hinterhof der beiden Gebäude einige der insgesamt 20 Betroffenen über Reizhusten, Notarzt und Rettungswagenbesatzung konnten aber bei keinem der Bewohner eine Rauchvergiftung feststellen. "Alle konnten nach den Löscharbeiten wieder in ihre Wohnungen zurückkehren", so Gräfe. Von zwei Seiten näherten sich derweil Löschtrupps, um das Feuer hinter den Brandschutztüren im Keller zu bekämpfen. In dem übersichtlichen Keller lokalisierten die Brandbekämpfer schnell einen Raum, in dem ein Elektrokleingerät brannte. "Wir haben nur noch einen Klumpen Plastik vorgefunden. Aber es soll zur Trocknung der Wände dort ein Lüfter oder Trocknungsgerät in Betrieb gewesen sein", berichtet der Einsatzleiter. Gewissheit: Rauchmelder und Nachbarn retten im Ernstfall Leben Der Schaden im Keller hielt sich zum Glück in Grenzen. Außer bei dem Elektrogerät konnten keine Brandschäden festgestellt werden. Die Kellerräume mussten anschließend mit Drucklüftern von Rauch befreit werden. Die Feuerwehr konnte gegen 4.30 Uhr wieder abrücken. Für die 20 Bewohner blieb ein kleiner Schock in der Nacht und die Gewissheit, dass ein Rauchmelder und eine aufmerksame Nachbarin im Ernstfall Leben retten.

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