Jetzt geht's los: Diese zarten Krokusse haben sich vor dem Symbol des Botanischen Gartens, dem Fachwerkhaus, aus der Erde gewagt. - © Kurt Ehmke
Jetzt geht's los: Diese zarten Krokusse haben sich vor dem Symbol des Botanischen Gartens, dem Fachwerkhaus, aus der Erde gewagt. | © Kurt Ehmke

Bielefeld Zarte Blüten machen in Botanischen Garten Bielefeld Lust auf Frühling

Die Frühblüher sind es, die bei genauem Hinsehen schon jetzt ihre ganz eigene Faszination ausstrahlen - so im Botanischen Garten. Motto: Zarte Wesen mit den Einsteck-Qualitäten eines Boxers.

Bielefeld. Nach Wochen des Frosts und des sich anschließenden Dauerregens sind feine Blüten gefühlt weit weg von uns. Doch es gibt sie. Zum Beispiel im Botanischen Garten in Gadderbaum am Kahlenberg. Hier blühen in Weiß längst die Schneeglöckchen und die Märzenbecher, in Gelb der Winterling und auch die Zaubernuss ist längst in Bielefeld zu entdecken. Gut, die Winterheide gehört nicht zu den Frühblühern, aber auch sie steht im Botanischen Garten – wie natürlich auch die ersten Krokusse. Wärme-Explosion erwartet die Frühblüher Die Frühblüher erwartet in den kommenden Tagen eine Explosion: Statt ihrer normalen Umgebung von leichten Minus- oder leichten Plus-Graden wird es 15 Grad bis einschließlich Sonntag. Damit sind schon die nächsten Blumen angesprochen – von Osterglocken bis Tulpen. Ihre grünen Vorboten sind ebenfalls bereits im Botanischen Garten zu entdecken. Sie sind echte Überlebenskünstler Doch zurück zu den Frühblühern: Sie sind echte Überlebens- und Verbreitungskünstler. Beispiel Schneeglöckchen: Es vermehrt sich über Zwiebeln, von denen sich kleinere Zwiebeln abspalten – und über Samen. Diese sind mit Ölen gefüllt, die Ameisen lieben; und so schleppen die gierigen Ameisen den Samen woanders hin, oft dahin, wo noch kein Schneeglöckchen wächst. Märzenbecher und Schneeglöckchen sind kreativ Märzenbecher und Schneeglöckchen haben sich zudem etwas ausgedacht gegen die Kälte: Hüllblätter. Sie hüllen die Knospe ein und schützen sie so vor Frost. Und das Schneeglöckchen ist auch hier das Kreativste unter den Blumen: Es ist sein eigenes Wärmekraftwerk. Bis zu zehn Grad kann die Pflanze erzeugen Diese Kraftwerk produziert sogenannte Biowärme, die abstrahlt auf die Umgebung der Pflanze. Bis zu zehn Grad packt die Pflanze - und das reicht locker aus, an ihrem Stängel schon einmal den Schnee schmelzen zu lassen. Dank Biowärme schmilzt sogarSchnee dezent dahin Doch was der genaue Betrachter am leichtesten entdecken kann, sind die grazilen, feinen Blüten – die teilweise noch so gar nicht in die weitgehend raue Umgebung passen wollen. Die verletzlich wirken, nicht gemacht für Tage im Februar. In diesen Tagen einfach mal anschauen gehen Einfach mal anschauen – vielleicht ja bei einem Spaziergang im Sonnenschein dieser Tage. Es lohnt sich natürlich auch der Blick in viele der Gärten der Bielefelder - auch hier blüht es dezent, aber unaufhaltsam.

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