Enge Stelle: Die Bushaltebaustelle vor der Automaten-Filiale an der Dornberger Straße in Hoberge-Uerentrup. - © Ansgar Mönter
Enge Stelle: Die Bushaltebaustelle vor der Automaten-Filiale an der Dornberger Straße in Hoberge-Uerentrup. | © Ansgar Mönter

Hoberge-Uerentrup Warum braucht Hoberge-Uerentrup so viele Bushaltestellen

Ärger um neuen Haltepunkt

Ansgar Mönter

Hoberge-Uerentrup. An der Automaten-Filiale der Sparkasse in Hoberge-Uerentrup ist es derzeit schwierig vorbeizukommen mit dem Auto. Die Dornberger Straße ist an der Stelle auf eine Spur verengt, weil Bauarbeiten laufen. Es entsteht eine sogenannte Querungshilfe, die es den Bewohnern südlich und nördlich der Straße erleichtern soll, die Seite zu wechseln. Außerdem wird dort eine weitere Bushaltestelle entstehen. Das stößt auf Kritik. Fritz Seitz wohnt südlich der Dornberger Straße. Er wundert sich darüber, dass vor der Sparkasse noch eine Bushaltestelle für die Linie 24 gebaut wird. Schließlich gebe es doch bereits zwei - An der Wolfskuhle sowie am Combi-Markt -, die "nur" gut 500 Meter auseinanderliegen würden. "Die 200 oder 300 Meter kann doch jeder laufen", sagt er. Seitz hält den Bau der Haltestelle zwischen den beiden bestehenden für Geldverschwendung. Das sehen die Verkehrsbetriebe MoBiel unter dem Dach der Stadtwerke ganz anders. Sprecherin Birgit Jahnke berichtet, die Stadt habe in der Planungsphase für die Fußgängerinsel MoBiel gefragt, ob dort noch eine zusätzliche Haltestelle für die Linie 24 sinnvoll wäre. Dies habe MoBiel bejaht. "MoBiel hält die neue Haltestelle, die ,Schäferdreesch' heißen soll, vor allem für wichtig, um die Haltestelle Wolfskuhle, die morgens im Schülerverkehr stark genutzt wird, zu entlasten", erklärt Jahnke. Durch die neue Querungshilfe werde es möglich sein, aus Richtung der Mönkebergstraße die neue Haltestelle gut und sicher zu erreichen. "Nicht nur Schüler, sondern auch für alle anderen ÖPNV-Nutzer aus diesem Bereich ein Vorteil. Außerdem sind kürzere Wege zu den Haltestellen für die ein- und aussteigenden Fahrgäste prinzipiell komfortabel", sagt die MoBiel-Sprecherin. Fritz Seitz hingegen hält die Begründung für "schwachsinnig". Nur morgens um 7.40 Uhr etwa sei es sehr voll an den bestehenden Haltestellen, danach kaum noch. Für ihn hätte das investierte Geld besser in die Sanierung von Straßen gesteckt werden sollen, unter anderem in seine Wohnstraße Am Bökenkampshof, die so löchrig sei, "dass sich manche Taxifahrer weigern, sie zu befahren", berichtet er.

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