Babenhausen Starthilfe für junge Menschen

Initiative "soziallokal" spendet für Wohngruppe

VON ARIANE MÖNIKES
22.06.2014 | Stand 20.06.2014, 21:13 Uhr

Anna Nadrag, Ines Entgelmeier, Florian Röder, Thomas Schäfer, Chantal Schmidt, Cathrin Wöstenfeld, Olaf Harms, Charlotte Luise Beckmann, Ansgar Ruffer, Robert Elmazovski, Jutta Geisler und Elena Seidler (v. l.). - © FOTO: ANDREAS ZOBE
Anna Nadrag, Ines Entgelmeier, Florian Röder, Thomas Schäfer, Chantal Schmidt, Cathrin Wöstenfeld, Olaf Harms, Charlotte Luise Beckmann, Ansgar Ruffer, Robert Elmazovski, Jutta Geisler und Elena Seidler (v. l.). | © FOTO: ANDREAS ZOBE

Babenhausen. Ein Riesen-Schritt für acht junge Erwachsene mit körperlichen und geistigen Behinderungen: Im Herbst gründen sie eine Wohngemeinschaft im Babenquartier in Babenhausen. Jetzt bekamen sie eine Spende.

Die Initiative "soziallokal" unterstützt die Bewohner. Mit ihrer Spende in Höhe von genau 3.965,79 Euro können jetzt ein großer Küchentisch und Elektro-Geräte angeschafft werden. Die Freude der WG-Bewohner ist groß. "Die Spende können wir sehr gut gebrauchen", sagt Charlotte Luise Beckmann, die in die WG einziehen wird. Sie ist froh, mit 25 Jahren jetzt von Zuhause auszuziehen. "Meine Schwester ist auch schon ausgezogen", sagt sie. "Da wollte ich auch."

Das Netzwerk von lokalen Unternehmern hatte im Mai zu einem Spendentag aufgerufen. Bielefelder Unternehmer haben an diesem Tag zehn Prozent ihrer Tageseinnahmen abgegeben. "Nicht reden – machen!" ist die zentrale Botschaft der Initiative, die 2013 gemeinsam von der Hochschulgruppe "enactus", Friseur Robert Elmazovski von "Die Maßschneider" und Jutta Geisler ("Factory Kommunikation") gegründet worden war.

Ziel der Mitglieder ist es, soziales Engagement in der Region nicht nur zu fördern, sondern insgesamt effektiver zu machen. "Wenn man Engagement bündelt, kann aus vielen kleinen Spenden und Aktionen eine große Sache entstehen", sagt Ines Entgelmeier von der Initiative. Ende 2013 hatte die erste Spendenaktion von "soziallokal" stattgefunden. Damals wurde ein krankes Mädchen unterstützt. Jetzt freuen sich die WG-Bewohner über die Spende.

Bisher lebten die 25- bis 32-Jährigen bei ihren Eltern oder in separaten Wohneinrichtungen. Jetzt sollen sie mehr Verantwortung bekommen. Robert Elmazovski freut sich, dass das Geld so gut ankommt. "Es ist uns wichtig, dass wir sehen, wo genau unsere Spende hin geht." In der WG sei sie in guten Händen.

Auf Initiative ihrer Eltern und mit der Unterstützung der Stiftung Bethel konnte diese Idee der eigenen Wohngruppe nach Jahren der Planung umgesetzt werden und eine Wohnung im Babenquartier an der Splittenbrede angemietet werden.

Am 30. August soll es wieder einen Spendentag geben.

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