Altes Schätzchen: Wolf-Dieter Westphal (50) vom TuS Quelle zeigt die Pläne zur Modernisierung des alten Vereinsheims (hinten) . Fotos: Cpa||
Altes Schätzchen: Wolf-Dieter Westphal (50) vom TuS Quelle zeigt die Pläne zur Modernisierung des alten Vereinsheims (hinten) . Fotos: Cpa||

Bielefeld TuS Quelle macht sich schick

100. Geburtstag: Passend zum großen Jubiläum wird das Vereinsheim aufgemöbelt. Auch ein Neubau steckt in den Startlöchern, und der erste Pachtvertrag ist unterschrieben

Bielefeld. Am Donnerstag hat Wolf-Dieter Westphal als Vorsitzender des TuS Quelle bei der Stadt den Pachtvertrag für die nächsten 20 Jahre unterschrieben, zum ersten Mal. Auch die Bestätigung der Bank ist da. "Jetzt kann?s losgehen" - mit der Modernisierung des alten Vereinsheims, mit einem dringend benötigten Neubau, mit den Vorbereitungen zum Jubiläum des Fußballvereins an der Gottfriedstraße. Denn passend zum 100-jährigen Bestehen möbelt der Verein seine Räume ordentlich auf. Das sei auch bitter nötig, sagt Westphal. Seit 2016 der Kunstrasenplatz im Stadion erneuert worden war, fehlten Büro und Waschraum. "Beides war vorher in einem alten Gebäude für die Grünunterhaltung untergebracht, das abgerissen wurde", erklärt der Vorsitzende. Spieler und Trainer wuschen die verschwitzten Mannschaftstrikots seitdem daheim. "Beim Vorstand türmen sich zu Hause die Aktenordner." Höchste Zeit also für den Neubau, der jetzt kurz vor dem Start steht - sechs mal sieben Meter groß, 2,90 Meter hoch, Holzrahmenbauweise. Es soll zwei Eingänge und ein Fenster geben, durch das sich das Spielgeschehen auf dem Platz mitverfolgen lässt. Hinter dem Vereinsheim werde jetzt so schnell wie möglich das Fundament gegossen, sagt Westphal. "Wir wollen dem Frost zuvorkommen, der Rest geht dann bei fast jedem Wetter." Denn die Zeit drängt. Bis zum Mai soll der Neubau mit Waschraum, Lager, Büro und Besprechungsraum fertig sein. Auch das alte Vereinsheim soll im Jubiläumsmonat bereits in neuem Glanz erstrahlen. Jetzt herrschen hier noch Partykelleratmosphäre und gemütlich-speckiger 90er-Jahre-Charme. Damit soll zum 100. Schluss sein. "Der Boden kommt raus, die Holzvertäfelung weg. Alles soll heller und moderner werden." Westphal zeigt die grauen Bodenfliesen, die schon auf den Einsatz warten. Die Wände werden mit Rigipsplatten verkleidet und weiß gestrichen. "Die Theke rückt an die kürzere Raumseite, die Tür wird versetzt und zum Spielfeld hin kommt ein großes Glasfenster rein." Vereinslogo und -farben sollen von außen die Wände schmücken. Mit der neuen Raumaufteilung will der TuS mehr Platz schaffen für die Sky-Fußballabende der Mitglieder. "Das Vereinsheim soll noch stärker Treffpunkt werden, auch für die Turner, Tischtennisspieler, Volleyballer", sagt der Vorsitzende. Rund 20.000 Euro steckt der TuS in die Generalüberholung samt Neubau. Dazu kommen Gelder aus dem Sportstättenentwicklungsplan. "Dass wir das umsetzen können, verdanken wir vor allem Sponsoren, die auch Material und Arbeitszeit reinstecken." Und Fußballer-Herzblut.

realisiert durch evolver group