Mit Löschwasser wurde das Dach gekühlt, unter dem der Brandherd vermutet wurde. - © Christian Mathiesen
Mit Löschwasser wurde das Dach gekühlt, unter dem der Brandherd vermutet wurde. | © Christian Mathiesen

Bielefeld Großbrand: Halle der Firma Umeta in Bielefeld in Flammen

Einsatz bis in die späten Abendstunden / Mutmaßlich Millionenschaden

Bielefeld. Zu einem Großbrand im Ummelner Industriebetrieb Umeta wurde die Feuerwehr am Freitagnachmittag gerufen. Niemand wurde verletzt, der Sachschaden ist aber beträchtlich. Noch bis in die Abendstunden sind Einsatzkräfte vor Ort. Firmenmitarbeiter hatten gegen 16 Uhr Flammen aus dem Dach einer der fünf Montagehallen schlagen sehen. Mit etwa 50 Einsatzkräften, 13 Löschfahrzeugen, zwei Drehleitern und zwei Abrollcontainern für Atemschutz und Einsatzleitung rückten Berufsfeuerwehr und die Löschabteilungen Quelle, Brackwede und Ummeln aus. „Schon von weitem sahen wir eine etwa 100 Meter hohe Rauchfahne über dem zur Hälfte brennenden Gebäude stehen", sagte Carsten Kroll, Einsatzleiter der Feuerwehr. Eine Messgruppe prüfte vor Ort sofort die Luftqualität, konnte aber keine giftigen Stoffe feststellen. Unter schwerem Atemschutz erkundeten erste Kräfte die Halle, kehrten aber zunächst ohne Ergebnisse zurück. Unterdessen wurde das Dach aus den Körben der zwei ausgefahrenen Drehleitern mit Löschwasser gekühlt. Ebenso waren vom Boden mehrere Schläuche auf den vermutlichen Brandherd unter dem Dach gerichtet. Dach aufgesägt Noch vor ein paar Wochen hatte es in dem Unternehmen eine Brandschutzübung und neue Brandschutzpläne gegeben. Einsatzleiter Carsten Kroll lobte das umsichtige Verhalten der zehn Montagearbeiter in der vom Feuer betroffen Halle. „Als wir eintrafen, hatten alle Mitarbeiter bereits den Brandort verlassen und sich in Sicherheit gebracht", sagte der Feuerwehrmann. Weil der Brandherd konkret nicht festzumachen war, sägten Feuerwehrleute von einer Drehleiter aus das Dach aus Teerpappe auf. In der Zwischenzeit wurden Maschinen, die einen Millionenwert haben, mit Folie abdeckt. So versuchte man, Schäden durch von oben rieselndes Löschwasser zu vermeiden. Die schwitzenden Einsatzkräfte in voller Montur warteten auf das Eintreffen des Versorgungszugs aus Jöllenbeck, der unter anderem auch kalte Getränke bringen sollte. Firmenchef in Sorge um Produktion Während der Löscharbeiten traf auch der Firmeninhaber und Geschäftsführer von Umeta, Frank Maser, auf dem Firmengelände ein. Sein Unternehmen, dass mit etwa 120 Mitarbeitern Schmiernippel und Fettpressen produziert und vertreibt, ist weltweit Marktführer. „Ich bin froh, dass keiner meiner Mitarbeiter verletzte wurde. Doch es macht mir Sorgen, wie es mit der Produktion weitergeht", sagte Maser. Die Auftragsbücher seien prall gefüllt, Kunden aus aller Welt würden auf die bestellten Produkte warten. Es werde in drei Schichten gearbeitet. Das benachbarte Unternehmen Safe Box habe ihm aber bereits Räumlichkeiten angeboten. Hierfür sei er mehr als dankbar, so Maser. Gegen 19 Uhr wurden schließlich noch weitere Feuerwehrleute nach alarmiert, die unter Atemschutz das betroffene Gebäude erkunden sollen. Es wurden weitere Löcher in die Dachhaut geschnitten, um den Brandherd zu lokalisieren. Der Einsatz dauert an. Ursache für das Feuer ist vermutlich die große Hitze durch Sonneneinstrahlung auf das Dach.

realisiert durch evolver group