0
Willkommensgeschenk: Die Kinder aus der Flüchtlingsunterkunft Zedernstraße freuen sich über die bunten selbstgenähten Rucksäcke. Und Frauke Prieg (vorne, v.l.) sowie Sandra Imkamp freuen sich, stellvertretend für die Mitglieder des Ummelner Nähtreffs, darüber, dass ihre Geschenke so gut ankommen. - © Judith Gladow
Willkommensgeschenk: Die Kinder aus der Flüchtlingsunterkunft Zedernstraße freuen sich über die bunten selbstgenähten Rucksäcke. Und Frauke Prieg (vorne, v.l.) sowie Sandra Imkamp freuen sich, stellvertretend für die Mitglieder des Ummelner Nähtreffs, darüber, dass ihre Geschenke so gut ankommen. | © Judith Gladow

Ummeln Quirliges Kinderfest im Ummelner Gemeindehaus

Bunte Beutel: Die Verteilung der selbst genähten Rucksäcke des Nähtreffs im Ummelner Gemeindehaus ist Anlass für ein internationales Kinderfest

Judith Gladow
06.02.2016 | Stand 05.02.2016, 22:35 Uhr

Ummeln. Unter dem Motto "Sew a smile" hatten sich im November mehr als 20 Ummelner Frauen der evangelischen Gemeinde zusammengefunden, um Rucksäcke für die Flüchtlinge zu nähen, die in der Unterkunft an der Zedernstraße eingezogen sind (die NW berichtete). Die Rucksäcke für die Erwachsenen wurden schon verteilt, nun bekam jedes der Kinder eine bunte Tasche. Bei dem eigens dafür veranstalteten internationalen Spielefest ging es ziemlich quirlig zu. "Schön, dass ihr da seid", begrüßt Pastorin Annette Kleine die kleinen Besucher im Gemeindehaus. Rund 80 Kinder sind mit ihren Familien ins Gemeindehaus gekommen. Alles, was Kleine sagt, wird ins Arabische und ins Englische übersetzt. Während sich nach dem Auftakt die jüngeren Kinder im Kindergarten und die älteren nebenan im Haus der offenen Tür mit gemeinsamen Spielen die Zeit vertreiben können, haben die Eltern die Gelegenheit, im Gemeindehaus zusammen zu sitzen, Tee zu trinken und sich zu unterhalten. Zum Schluss werden dann die Rucksäcke verteilt. Für jedes der 111 Kinder unter 16 Jahren, die im Quartier an der Zedernstraße untergebracht sind, haben die Frauen aus dem Nähtreff einen Rucksack genäht. Die Taschen sind jeweils mit schönen und nützlichen Dingen bestückt. Sie enthalten für jede der sechs Altersgruppen passende Spielsachen, Bastelutensilien oder Kuscheltiere, die über "Beutelpatenschaften" von Gemeindemitgliedern gespendet worden sind. "Für die Älteren gibt es eher Bastelmaterial und für die Mädchen dann auch Haarspangen oder Haarspray", erklären Sandra Imkamp und Frauke Prieg, die auch genäht haben. Die Gruppe, die demnächst an die Erlenstraße mit ihrem Nähtreff umzieht, will dann geflüchtete Frauen zum gemeinsamen Nähen einladen.

realisiert durch evolver group