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Als Botschafter und Veranstalter sind Moderatorin Bettina Böttinger, Gabriele Bischoff, Jörg Litwinschuh und Schauspieler Klaus Nierhoff dabei (v. l.).
Als Botschafter und Veranstalter sind Moderatorin Bettina Böttinger, Gabriele Bischoff, Jörg Litwinschuh und Schauspieler Klaus Nierhoff dabei (v. l.).

Bielefeld/Paderborn Zwölf Veranstaltungen der Hirschfeld-Tage finden in Bielefeld und Paderborn statt

Für Toleranz in Sachen Liebe

01.04.2014

Bielefeld/Paderborn (nw). Unter dem Motto "L(i)ebe die Vielfalt" laden die Hirschfeld-Tage NRW vom 4. April bis 18. Mai zu knapp hundert Veranstaltungen in NRW ein - darunter zwölf in Bielefeld und Paderborn. Veranstalter sind die ARCUS-Stiftung und die Bundesstiftung Magnus Hirschfeld (BMH).

Vorträge, Lesungen, Workshops und Vorführungen thematisieren in 16 Städten sexuelle Vielfalt, werben für mehr Akzeptanz und erinnern an die Verfolgung und Repression von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transsexuellen und Intersexuellen (LSBTI) vom Nationalsozialismus bis in die frühe Bundesrepublik. Moderatorin Bettina Böttinger und Schauspieler Klaus Nierhoff unterstützen die Reihe als Botschafter. Schirmherrin ist Barbara Steffens, Ministerin für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes NRW.

Es sind die 2. Hirschfeld-Tage, die nach der Premiere in Berlin 2012 diesmal in NRW stattfinden. Jörg Litwinschuh, geschäftsführender Vorstand der BMH: "Gemeinsam mit regionalen und lokalen Partnern stellen wir die gesellschaftliche Lebenswelt von LSBTI dar, diskutieren über sexuelle Identitäten und Rollenbilder und erinnern an die beiden mutigen Vorreiter der ersten deutschen Homosexuellenbewegung Magnus Hirschfeld und Johanna Elberskirchen." Zugleich wolle man die nationalsozialistische Verfolgung Homosexueller in Erinnerung halten und die Repression bis in die 1960er Jahre diskutieren.

Die acht Veranstaltungen in Bielefeld widmen sich in erster Linie der Verfolgung von Lesben im Nationalsozialismus und dem Thema "Sexualität(en) und Behinderung". In Paderborn stehen eine Ausstellung des Uni-AStA und ein Theaterstück des Schwulen Netzwerks NRW im Mittelpunkt.