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Regalböden und Möbelmodule werden zu einem vielseitigen Raumteiler, der auch als Arbeitsbereich genutzt werden kann. - © AMK
Regalböden und Möbelmodule werden zu einem vielseitigen Raumteiler, der auch als Arbeitsbereich genutzt werden kann. | © AMK

Kleine und große Homeoffice-Plätze

Egal ob gut versteckt, für alle sichtbar oder gleich in einem eigenen Raum: Wer in diesen Tagen in den eigenen vier Wänden arbeitet, hat ganz verschiedene Möglichkeiten, seinen Arbeitsplatz zu gestalten

25.03.2021 | Stand 24.03.2021, 14:58 Uhr

Wie unerwartet eine völlig neue Lebenssituation entsteht und wie schnell dann improvisiert werden muss, zeigte der verordnete Rückzug ins Homeoffice. „Zwar funktioniert das Arbeiten mit einem Tablet PC in der Hand oder mit einem Laptop auf dem Beistelltisch, aber oft nur temporär. Denn stundenlanges, nicht ergonomisches Sitzen kann schnell zu Rückenschmerzen führen", sagt Volker Irle, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Die Moderne Küche e. V. (AMK), und empfiehlt anstelle eines Provisoriums einen richtigen Homeoffice-Arbeitsplatz. Dass dies kein großer Aufwand sein muss und eine solche Lösung auch nachträglich integriert werden kann, zeigen viele Beispiele aus der Küchenmöbelindustrie – von der kleinen Arbeitsecke bis zur Planung eines begehbaren Büro-Moduls in der Wohnküche.

Die schnellsten Lösungen lassen sich mit offenen, modularen und erweiterbaren Regalsystemen realisieren. Im Nu sind sie aufgebaut, an die Wand montiert oder zwischen Decke und Boden verspannt. Manche sind bereits ab Werk mit einer integrierten Beleuchtung ausgestattet, andere lassen sich entsprechend erweitern.

Eine feine Sache sind auch die neuen Pocket Doors. Die Einschubtüren stehen nirgends im Weg und kaschieren alles, was nicht auf den ersten Blick sichtbar sein soll – zum Beispiel einen in die Küche integrierten Home-Office-Bereich. Das funktioniert ebenso mit schwebeleichten Gleit-beziehungsweise Schiebe- oder Falttüren.

Vielseitiges Schrankkonzept mit Pocket Doors: Es lässt sich individuell ausstatten – als Homeoffice-Bereich, Miniküche, Coffee- oder Tea-Center, als Hausbar oder auch als Flurgarderobe.  - © AMK
Vielseitiges Schrankkonzept mit Pocket Doors: Es lässt sich individuell ausstatten – als Homeoffice-Bereich, Miniküche, Coffee- oder Tea-Center, als Hausbar oder auch als Flurgarderobe.  | © AMK

Attraktiv sind auch hochfunktionale Schränke mit Einschubtüren und speziell entwickelten Ausstattungselementen, die sie beispielsweise zu einem Büro, einer Hausbar, Tee-/Kaffeeküche oder Garderobe machen. Die 120 Zentimeter breiten Schränke lassen sich im Küchen- und Wohnbereich mit anderen Möbeln kombinieren oder als Solitäre in Übergangsbereichen platzieren. Sie fügen sich ebenso gut auch in eine Hochschrankzeile ein.

Eine weitere interessante Option sind multifunktionale Raumgestaltungssysteme mit offenen und geschlossenen, festen und verschiebbaren Elementen und das Ganze in einem durchgängigen Material- und Farbkonzept. Sie eignen sich zur Unterteilung und Neustrukturierung von Räumen und punkten insbesondere in kleinen Apartments (zum Beispiel als Raumteiler). Wenn nur sehr wenig Platz zur Verfügung steht, dienen sie auch als Sichtschutz, hinter dem sich ein kleiner Arbeitsplatz verbirgt. Für Individualität und Flexibilität sorgt diverses Zubehör (z. B. Boxen und Regale), das sich in ein solches Raumgestaltungssystem integrieren lässt.

Wo ein größerer Grundriss zur Verfügung steht, bietet sich ein begehbares Büro mittels einer Raum-in-Raum-Planung an. Eine elegante Lösung, da man beim Arbeiten die Tür des Büro-Moduls schließen kann, um ganz für sich zu sein, während die Familienmitglieder nebenan in der offenen Wohnküche sind.

Vielseitige Einsatzmöglichkeiten ergeben sich auch mit den neuen Trolleys. Die kleinen Butler auf Rollen sind so gut durchdacht, dass sie mehrere Funktionen übernehmen können: zum Beispiel als Küchen-Assistent, der die wichtigsten Kochutensilien bereithält; als Servierwagen am Essplatz; als Getränke-&-Snack-Butler während eines gemütlichen Abends; als Grillassistent auf dem Balkon oder der Terrasse. Und zur Unterbringung des Home-
office-Equipments.

Wo viel Wert auf Ergonomie und Flexibilität gelegt wird, bieten sich sogenannte Lift- beziehungsweise Hubsysteme an. Das können Pneumatik-Systeme sein, die per Handgriff Tische und Arbeitsplatten stufenlos verstellbar machen, so dass jeder Nutzer schnell zu seiner individuellen Wohlfühl-Arbeitshöhe findet. Oder elektrisch höhenverstellbare Antriebssysteme, die den Küchentisch auf Knopfdruck in einen Multifunktionstisch verwandeln, um ein flexibles Arbeiten im Sitzen und Stehen zu ermöglichen. Wer keine Kabel sehen möchte, lässt seinen Tisch mit einem unsichtbar integrierten Hubsystem inklusive Akku ausstatten.

„Bei dem Wunsch nach einer guten Homeoffice-Lösung lässt man sich am besten von einer Küchenspezialistin oder einem Küchenspezialisten beraten und verschiedene Möglichkeiten aufzeigen", empfiehlt Volker Irle.

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