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Für ein prima Klima: Wärmepumpen sind von der neuen CO2-Abgabe nicht betroffen. - © Stiebel Eltron
Für ein prima Klima: Wärmepumpen sind von der neuen CO2-Abgabe nicht betroffen. | © Stiebel Eltron
Keine Kosten für Wärmepumpen

C02-Abgaben

03.03.2021 | Stand 02.03.2021, 14:09 Uhr

Durch CO2-Abgabe wird das Heizen teurer – so oder so ähnlich lesen sich aktuell viele Schlagzeilen. „Das stimmt so nicht", sagt Henning Schulz, Sprecher des Heizungsunternehmens Stiebel Eltron, jedoch. „Verbraucher, die auf eine Wärmepumpe als Heizung setzen, sind nicht von der Abgabe betroffen. Und das ist auch völlig richtig so, denn die Abgabe ist ja im Klimapaket der Bundesregierung festgeschrieben worden, um das Verbrennen von Öl und Gas teurer zu machen. Wärmepumpenheizungen hingegen machen kostenlose Umweltenergie als Wärme für Heizung und Warmwasserbereitung nutzbar, fossile Brennstoffe werden dabei nicht benötigt."

Um den Prozess in Gang zu bringen und zu halten, braucht die Wärmepumpe Strom als Antriebsenergie. Dabei werden aus einer Kilowattstunde Strom im Normalfall zwischen 3 und 5, teilweise sogar noch mehr Kilowattstunden Wärme. „Es muss also nur ein Bruchteil der Energiemenge eingekauft werden, die als Wärme tatsächlich benötigt wird", erklärt Schulz. Dennoch muss der Strom natürlich bezogen werden, sofern er nicht von der eigenen PV-Anlage auf dem Dach erzeugt wird. „Beim Strompreis ist jedoch eine CO2-Abgabe für die Erzeugung über den europäischen Zertifikatehandel seit Jahrzehnten enthalten", sagt der Experte. „Deswegen ist die jetzt gestartete CO2-Abgabe auf fossile Brennstoffe im Wärme- und Verkehrsbereich der richtige Weg, die Energiepreise endlich etwas fairer zu gestalten. Zumal die Einnahmen ja zur Entlastung der Verbraucher beim Strompreis eingesetzt werden."

Mit 25 Euro pro Tonne ist die CO2-Abgabe Anfang 2021 gestartet. Im Klimapaket der Bundesregierung ist festgeschrieben, dass die Abgabe bis 2025 auf 55 Euro pro Tonne steigen wird. „Das wird natürlich längst nicht das Ende der Fahnenstange sein. Schließlich wollen wir bis 2050 klimaneutral sein, dafür muss der CO2-Ausstoß weiter drastisch sinken", so Schulz.

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