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Nicht zu übersehen: Der Kickelhahn ist mit 861 Metern die höchste Erhebung im Ilm-Kreis. Goethe, der 28-mal in Ilmenau zu Besuch war, wanderte mehrmals zum Gipfel. - © Dominik Ketz/Regionalverbund Thüringer Wald e.V.
Nicht zu übersehen: Der Kickelhahn ist mit 861 Metern die höchste Erhebung im Ilm-Kreis. Goethe, der 28-mal in Ilmenau zu Besuch war, wanderte mehrmals zum Gipfel. | © Dominik Ketz/Regionalverbund Thüringer Wald e.V.
Deutschland

Über allen Wipfeln ist Ruh’

Wandeln auf den Spuren eines großen Dichters: Geschichte und Gedichte vom historischen Goethewanderweg im Naturpark Thüringer Wald.

Michael Nolting
04.09.2021 | Stand 03.09.2021, 19:27 Uhr

Nur wo du zu Fuß warst, bist du auch wirklich gewesen", schreibt Johann Wolfgang von Goethe und hat dabei sicher an den Thüringer Wald gedacht. Denn hier gibt es unzählige Möglichkeiten, um in nahezu unberührter Natur – fast zu wie zu Goethes Zeiten – zu Fuß zu gehen. Auch Goethe tat dies ausgiebig, denn hier verbrachte er ab Ende 1775 auf Einladung von Herzog Carl August von Sachsen-Weimar-Eisenach einen Großteil seines Lebens. Goethe war damals 26, der Herzog gerade mal 18 Jahre alt, und er machte seinen Freund zum Berater und Minister in Weimar. Seine enge Bindung zu Ilmenau verdankt Goethe aber einem weiteren Job. So gehörte die Erneuerung des Ilmenauer Bergbaus genauso zu seinen Aufgaben wie ab 1782 das Finanzministerium. „Goethe war sehr fleißig und arbeitete sich stets akribisch in die unterschiedlichsten Bereiche ein," erklärt Brigitte Schoner, die allerdings konstatiert, dass er „in Sachen Bergbau ausnahmsweise mal nicht sonderlich erfolgreich war".

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