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Erfolg: In Argentinien ist Naturschützern die Wiederansiedlung von Jaguaren gelungen. Nach 70 Jahren streifen sie wieder durch die Iberá-Feuchtgebiete. - © Fabian v. Poser
Erfolg: In Argentinien ist Naturschützern die Wiederansiedlung von Jaguaren gelungen. Nach 70 Jahren streifen sie wieder durch die Iberá-Feuchtgebiete. | © Fabian v. Poser

Argentinien Die Jaguare sind zurück

70 Jahre nach ihrem Verschwinden wurden in den nordostargentinischen Esteros del Iberá Jaguare in die Freiheit entlassen – das hat Sogwirkung für den nachhaltigen Tourismus.

Fabian von Poser
13.02.2021 | Stand 10.02.2021, 18:49 Uhr

An einem heißen Sommertag, es ist kurz nach fünf Uhr morgens, starren in einem Raum der Estancia San Alonso in den Esteros del Iberá knapp ein Dutzend Menschen gebannt auf einen Bildschirm. Es ist der 5. Januar 2021, die nächste Ortschaft ist zwei Boots- und eineinhalb Autostunden entfernt. Vor dem einzigen Fenster im Raum zirpen Grillen, quaken Frösche, langsam kündigt sich der neue Tag an. Über die riesige Mattscheibe flimmern Live-Bilder von einem halben Dutzend Kameras. Doch vier Kilometer weiter, in dem 30 Hektar großen Gehege, in dem die Kameras stehen, rührt sich nichts. Fast 48 Stunden vergehen, bis Mariua, Karai und Porã, eine Jaguarmutter mit ihren drei Monate alten Jungen, im Schutz der Nacht durch ein geöffnetes Tor in die Freiheit treten. Es sind die ersten freilebenden Jaguare in der Region seit 70 Jahren.

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