0
Bioimker: Jakob Hölzl betreut auf seinem Hof in 1.143 Metern Höhe 50 Bienenvölker. - © Flora Jaedicke
Bioimker: Jakob Hölzl betreut auf seinem Hof in 1.143 Metern Höhe 50 Bienenvölker. | © Flora Jaedicke

Österreich Zu den Bienen in die Wildschönau

Im Sommer verzaubert die Almrosenblüte nicht nur Wanderer. Sie bieten auch fleißigen Bienchen viel süßen Nektar. Den verwandeln sie in feinsten Almrosenblütenhonig. Eine Wanderung zum Bioimker in der Wildschönau.

Flora Jädicke
27.06.2020 | Stand 26.06.2020, 18:50 Uhr

Seine Bienen sind fleißig. Und er kennt ihre Launen. „Ich weiß im Vorbeigehen schon, wie es meinen Bienen geht", sagt Bioimker Jakob Hölzl. „Sprich, welche Laune sie haben." Und die ist gerade gar nicht gut. Seit Tagen dösen sie dahin. Den ganzen schönen Bergsommer über summten und surrten sie emsig hin und her zwischen Sonnleitenhof und wildromantischen Almrosenfeldern, nur wenige Flugminuten entfernt. In der Wildschönau erstreckt sich das größte zusammenhängende Almrosengebiet Österreichs. Geradezu paradiesisch für die winzigen Workaholics. Und jetzt das. Zehn Tage geht das so. Die Ameisensäure-Kur ist nicht nur für die vom Aussterben bedrohten Carnica-Bienen eine kraftraubende Tortur. Auch Jakob Hölzl ist es lieber, sie summen und surren durch die flirrende Bergsommerluft. Dabei seien es so sanftmütige Wesen, weshalb er den für Imker typischen Schutzanzug in aller Regel am Wandhaken lässt.

realisiert durch evolver group